Laufend unterwegs...
Gerne können auch Sie uns Bilder und Berichte von Ihrem schönsten oder aufregendstem Marathonerlebnis zur Veröffentlichung schicken.
Erlebnisbericht vom Spartahlon 2011
Spartathlon, der antike Botenlauf
Ein Lauferlebnis in sechs Einsteindistanzen
Akropolis Athen, Freitag, 30.September 2011, 7:00 Uhr. Es ist noch dunkel, ein schöner Septembermorgen kündigt sich an, noch etwas frisch für kurze Hosen und leichtes T-Shirt. Die Melodie Akropolis Adieu geht mir im Kopf herum. Denke an die Antike, die Geschichte der Griechen, auch an die Schlacht von Marathon (490 c. Chr.). Den Botenläufer Thersippos, der nach gewonnener Schlacht bei Überbringung der freudigen Siegesbotschaft in Athen tot zusammengebrochen sein soll. Zu seinen Ehren gibt es heutzutage den Marathonlauf. Nun stehe ich hier, mit gut 350 angemeldeten Läuferinnen und Läufern aus allen Herren Ländern. Nicht wegen dem Lauf von Marathon – oder doch? In der auswegslosen Situation brauchten die Athener -so die Legende- dringend Hilfe im Kampf gegen die anrückenden Perser. Der Botenläufer Pheidippides soll die ersehnte Unterstützung bei den Spartanern erbitten. Der Überlieferung folgend durfte er seinerzeit nur bei Vollmond und bei Tag laufen. Für die 246 km lange Strecke von Athen nach Sparta also weniger als 36 Stunden. Nun wollen wir dem historischen Botenläufer nacheifern. Morgen, bis Sonnenuntergang müssen wir Sparta erreichen.
Athen im Jahre 2011 ist eine laute pulsierende Metropole mit reichlich Straßenverkehr. Stinkend, hupend, laut, eben südländisch impulsiv. Mit dem Startschuss punkt 7:00 Uhr geht es rein in genau dieses Verkehrsmonster. Die Organisatoren sehen das gelassen, sie sperren einfach mitten im morgendlichen Berufsverkehr die Straßen für unseren Läufertross. Nach der Innenstadt geht es auf dem Standstreifen der Stadtautobahn raus aus dem Getöse. Pheidippides hatte es vor 2.500 Jahren bei seinem Botenlauf sicherlich beschaulicher. Ein für Ultras hohes Anfangstempo müssen wir vorlegen, denn die Zeitlimits sind recht anspruchsvoll bemessen. Ein Großteil der Teilnehmer wird später daran scheitern. Na ja was heißt anspruchsvoll? Marathon in etwa 4 Stunden, das schafft doch jeder einigermaßen trainierte Läufer. Beim Abschlusstraining vor zwei Wochen am Ulmer Einstein- Marathon kam eine gute halbe Stunde weniger heraus, und das obwohl ich von zu Hause los gelaufen bin und danach noch eine ordentliche Anschlussrunde mit zusammen gut 68 km gedreht habe. Aber wenn man sechs Marathons am Stück laufen will, muss man mit seinen Möglichkeiten haushalten. Nach dem ersten Marathon wird einem die ganze Dimension des Laufes erst richtig bewusst. Noch über 5 Marathons oder noch 2 mal die Ulmer Laufnacht liegen noch vor einem. Die Laufbedingungen sind in diesem Jahr für griechische Verhältnisse optimal. „Nur“ 27 grad in der Nachmittagssonne, kein Regen und eine angenehme Luft. Der erste große Meilenstein ist die Überquerung der Straße von Korinth. Die Sonne brennt gnadenlos. Kaum Schatten in der dürren griechischen Landschaft. Schütte Unmengen Wasser in mich rein oder über mich hinweg. Dennoch, viel zu früh wird es dunkel. Ich habe zu optimistisch geplant und meine Lampe deutlich zu spät deponieren lassen. Habe nicht damit gerechnet, dass das ständige Auf und Ab entlang der Küste so viel Tempo kostet. Laufe also lange Zeit ohne Lampe in Dunkelheit der Landstraße entlang. Eine wunderschöne Nacht, beleuchtete Felsen, höre laute Grillen am Straßenrand, treffe immer wieder auf andere Läufer. Ich laufe gerne bei Nacht, alle Alltagssorgen bleiben verborgen. Am Horizont eine gelbe Lichterkette von der hell beleuchteten Autobahn. Dann Serpentinen mit einem unendlich lang anmutenden Anstieg. Bergauf bin ich längst zum Wandersmann degradiert. An einem der 75 Versorgungsposten geht es links ab. Jetzt kommt es knüppelhart, ein steiler Geröllweg. Der Schlussanstieg zum Sangas-Pass in etwa 1100 m Höhe zieht die letzten Kräfte aus dem geschundenen Körper. Unterwegs Läufer auf Steinen sitzend, ist ihnen wohl zuviel. Ein paar geben auf und gehen zurück zum Verpflegungsposten. Dort wartet schon der Besenwagen. Mehrmals muss ich die Hände zu Hilfe nehmen, um nicht nach hinten abzurutschen. Habe heute Nacht wohl einen wachsamen Schutzengel, alles geht noch einmal gut. Endlich oben, ein eisig kalter Wind weht mir um die Ohren. Was für ein Kontrastprogramm zur Nachmittagshitze. Verlasse daher schnell den ungastlichen Ort. 168 km liegen hinter mir, nur noch zwei Marathondistanzen bis Sparta.
Wer hier durch ist, hat gute Chancen das Ziel zu erreichen, sagen erfahrene Teilnehmer. Das macht mir Mut. Es geht mir nach dem langen Anstieg wieder besser. Leichter wird es erst einmal nicht, denn nach dem steinigen Abstieg geht es ständig rauf und runter, mitunter mit mehreren hundert Höhenmetern. Der Randstreifen entlang der Straße ist stark nach außen geneigt. Das bereitet mir immer mehr Probleme am linken Knie. Stechende Schmerzen stellen sich ein und immer noch ein ganzer Marathon bis Sparta. Zur Motivation habe ich nach jeder Marathondistanz ein „Belohnungsbier“ deponieren lassen. Habe also immer ein überschaubares, will sagen erreichbares, Zwischenziel vor Augen. Das Bier bei km 200 lasse ich stehen. Ich will einfach nur noch „heim“ ins Ziel. Die letzten 10 km dann versöhnlicher. Nicht nur wegen dem abfallenden Gelände, sondern vor allem wegen dem Respekt, den einem die hupenden Autofahrer und die Menschen am Straßenrand entgegenbringen. Etwas vor dem Ziel warte auf Jürgen. Wir sind nun fast die ganze Distanz gemeinsam gelaufen. Er läuft etwas flotter, verpflegt dafür aber deutlich länger als ich, so dass er immer wieder mal vor oder hinter mir ist. Wir wollen gemeinsam einlaufen. Finale ist an der Leonidas Statue in Sparta, die Zeit stoppt mit dem Berühren der Füße. Bin überglücklich, bekomme einen Lorbeerkranz auf den Kopf. Eingerahmt von ein paar netten Nixen noch ein paar Erinnerungsfotos. Die Schuhe werden mir ausgezogen und lasse die kultvolle Fußwaschung über mich ergehen. Ein schönes Gefühl. Die angebotene medizinische Versorgung brauche ich nicht, es geht mir verhältnismäßig gut, keine Blasen oder sonstige Beschwerden. Überglücklich genieße ich mit knapp 150 weiteren Finalisten die Siegesfeier auf dem Marktplatz. Am nächsten Tag werden wir mit dem Bus zurück nach Athen gebracht. Meist auf der Laufstrecke. Über 3,5 Stunden Fahrzeit. Zum Abschluss gibt es noch ein festliches Bankett in Athen mit der offiziellen Siegerehrung.
Walter Mödinger
42,195 Kilometer New York 06.11.2011
47.438 Teilnehmer
Mit einem Bus ging es in Richtung Startbereich zur Verrazano Bridge nach Staten Island. Wir hatten bestes Marathonwetter (8 bis 14 Grad). Durch die Unterteilung in drei Farben (Grün, Blau und Orange) wird das Starterfeld von 47.000 Läufern wesentlich übersichtlicher. Und dann schickt Frank Sinatras Hymne „New York, New York" dieLäufer auf die 42,195 Kilometer.
Es fühlt sich großartig an. Vor uns die doppelstöckige Verrazano Narrows Bridge, strahlend blauer Himmel, Hubschrauber kreisen in der Luft. Unter uns, am Hudson River, schießen Wasserfontänen in die Luft. Am Ende der Verrazano Narrows Bridge eine Linkskurve, wir sind in Brooklyn.
In NewYork gibt es nur 2 Bereiche, an denen keine Zuschauer anzutreffen sind: die Verrazano Bridge und die Queensboro Bridge.
Fünf Bezirke, fünf Welten (Brooklyn, Queens, Harlem, Bronx und Manhattan).
Die Unterstützung der Zuschauer ist während des gesamten Marathons klasse. Am Straßenrand spielen Bands , Feuerwehrmänner in Uniformen stehen vor ihren Löschzügen und applaudieren. Kleine Kinder wollen abgeklatscht werden.
Angefeuert vom Publikum und den tollen Bands flogen die Kilometer nur so vorbei. Ab der 3 Meile gab s ständig Verpflegung (Wasser, Gatorade)
Bis jetzt war die Anfeuerung und Anzahl der Zuschauer bestens. Das sollte sich in Manhattan nochmals ändern. Die Leute stehen in 4 Reihen und feuern einen an. Ich kann nur jeden empfehlen am Rand zu laufen und ein T-Shirt mit seinem Namen zu tragen.
Ständig wird der eigene Name gerufen. Motivation pur. Die Atmosphäre auf der First Avenue ist kaum in Worte und Bilder zu fassen, aber es übersteigt alles bis jetzt Erlebte und Gesehene.
Bei der Pulaski Bridge zwischen Brooklyn und Queens haben wir den Halbmarathonpunkt( Zeit: 1:55:33) erreicht. Weiter geht es durch ein Industriegebiet in Queens. Vor uns liegt die Queensboro-Bridge, die nach Manhattan führt
Die Zuschauer sind immer noch fantastisch. ( Zeit bei KM 40: 3:59:00 )Als ich in den Central Park auf die letzten 2,195 Kilometer einbog, erreichten die Zuschauermassen ihren Höhepunkt. Die zweite Hälfte hat wehgetan.
Stolz bog ich auf die Zielgerade ein, die nochmals mit einer kleinen Steigung aufwartete. Ich mobilisierte meine letzten Kräfte und dann stand schon ein Mitarbeiter des NYC Marathons, der mir ein High Five gab und dann hatte ich auch schon die Ziellinie in einer Zeit von 4:13:41 überquerte.
Es gibt wohl keinen Marathon, bei dem das Finishen mehr gefeiert wird. Die Medaille wird beim New York Marathon die gesamte Woche getragen. Selbst beim Heimflug sah ich noch immer Personen mit der Medaille.
Thomas Schlömp
Team ratiopharm beim 1. Jerusalem Marathon 25.03.2011
Schon im Frühjahr 2010 reifte die Idee nach dem Historischen Lauf 2500 Jahre Marathon Athen im nächsten Frühjahr dann den ersten Marathon in Jerusalem zu laufen, das wir mit TEVA dem größten Arbeitgeber in Jerusalem und viergrößten in Israel, auch gleich unseren neuen Eigentümer kontaktieren können war zu diesen Zeitpunkt noch kein Thema.
Doch schon kurz nach dem Verkauf wurden Kontakte geknüpft, was sowohl bei der ratiopharm Geschäftsführung und den TEVA Läufern positiv aufgenommen wurde.
Leider wurde die Vorfreude, zwei Tage vor dem Lauf, überschattet durch ein feiges Bombenattentat bei dem eine Englische Touristin keine 300 Meter von unserem Hotel starb.
Nach dem Motto jetzt erst recht, ließen sich die Organisatoren nicht von dem Event abhalten,
allein über 1000 Ausländer nahmen an dem Lauf teil und keiner sagte wegen dem Attentat ab so der Veranstalter, beim Halbmarathon lief sogar der Oberbürgermeister von Jerusalem
Nir Barkat vorneweg, allerdings war die Strecke von 2000 Saldaten gesichert.
Bei unserer Ankunft in Tel Aviv wussten wir noch nichts von dem Anschlag erste
SMS aus der Heimat und unser Bußfahrer machten uns auf die Besorgnis
erregenden Umstände aufmerksam. Doch nicht nur dieses Ereignis trübte unsere
Vorfreude auf den Lauf, auch das Wetter war alles andere als Läuferfreundlich, mit Hagel und Sturm hatten wir auf der über 800 Meter hoch gelegenen Stadt nun wirklich nicht gerechnet, anscheinend hatten wir den niederschlagreichsten Tag des Winters erwischt, wobei Ende März durchaus 30 Grad drin gewesen wären.
Von der Messe zum Hotel am Abend vor dem Lauf waren es keine 500 Meter und wir waren klatschnass.
Dank unseres einheitlichen Auftretens im ratiopharm Outfit wurden wir sogar in Jerusalem schnell als Team ratiopharm aus Ulm erkannt, so wurde ich von einem Reporter des Running Magazins auf der Messe angesprochen, „ah, Team ratiopharm aus Ulm ist hier auch vertreten“ auf meine Frage woher er uns kenne kam die überraschende Antwort er war schon zwei mal in Ulm und hat auch bei anderen Events schon Läufer von ratiopharm gesehen, wir seien ja mit unserem leuchtendem orange nicht zu übersehen. Übersehen hat uns auch nicht eine Reporterin der Deutschen Ausgabe der Jüdischen-Allgemeinen Zeitung, in deren Artikel ging es dann aber mehr über das Attentat, nur eine Läuferin von uns wurde Namentlich zitiert. In orange herausstechend aus der bunten Masse nahmen auch die ersten TEVA Läufer Kontakt zu uns auf.
Lauf :
Pünktlich um 4:45 Uhr klingelte der Wecker, nach spartanischem Frühstück verließen wir dann um 6:15 Uhr bei angenehmen 6 Grad das Hotel, die Luft war klar die Straße vom Regen noch nass, der starke Wind war fast zum Erliegen gekommen und auch die ersten blauen Streifen zwischen den Wolken ließen in uns die Hoffnung aufkommen, dass der Wetterbericht recht behält, der für diesen Tag keinen Regen vorher sagte.
Von unserem Hotel zur Kleiderabgabe waren 15 min. eingeplant, dann zum Start noch mal 10 min., da müssten 45 min. ja wohl reichen, dachten wir, dank der immensen Sicherheits- Vorkehrungen wurden unsere Kleiderbeutel, die mit unserer Startnummer gekennzeichnet waren, untersucht und mit einer neuen Nummer versehen, was dann wieder bei der Abholung zum heillosen Durcheinander führte. Jedenfalls wurde die Zeit immer knapper und wir kamen auch ohne laufen schon bei diesen Temperaturen ins Schwitzen. Die fast 1,5 km bis zum Start liefen wir und erreichten mit dem Startschuss die letzten Läufer. Der Vorteil war, dass wir auf der zweispurigen Straße von niemandem überholt wurden und das Feld von hinten aufrollen konnten, nicht weil wir so schnell waren, die anderen waren halt noch langsamer, was bei dieser Strecke auch kein Wunder war. Schon in der Planungsphase überlegten wir, wie man mit so einer bergigen Strecke klar kommt. Die Höhenangabe reichte von 620-800 Meter. Beim Einsteinmarathon kommt man auf den 42 km gerade einmal auf 50 Höhenmeter und die Läufer diskutieren hier schon über den Anstieg der Hirschstraße 200 Meter vor dem Ziel. Hier hatten wir zum Teil auf 500 Meter 40 Höhenmeter zu bewältigen. Kein Kilometer verlief eben und am Schluss spürte man die Beine bergab noch mehr als bergauf. Entlohnt wurden wir durch die eindruckvolle Kulisse der Stadt, hoch zum Campus der Hebräischen Universität auf den Scopus Berg, hinein in die Altstadt mit ihrem orientalischen Flair, an der Haas-Promenade entlang, mit Aussicht über den historischen Stadtkern, vorbei an der Knesset und dem Obersten Gerichtshof.
Sightseeing pur - an Orten vorbei, die man nur aus der Bibel kennt - vorbei an Zuschauern aus allen Herren Ländern und verschiedenen Kulturen, das war schon etwas Besonderes. Überwacht durch ständige Militärpräsens und Scharfschützen auf den Dächern und dennoch der lockere Umgang der Menschen mit dem Attentat, ließen in mir jedoch nie Angstgefühle aufkommen.
Alle Religionen waren bei dem Lauf vertreten, eine Gruppe hatte eigens ein Shirt mit dem Aufdruck „drei Religionen ein Gott“. Eine Frau lief den Marathon verschleiert in fünf Stunden und vier Minuten. Der schnellste Läufer war der 34-jährige Kenianer Raymond Kipkoech in 2:26:43 was auch zeigt wie anspruchsvoll die Strecke war.
Doch auch unsere Zeiten können sich sehen lassen,
M Gerald Zick 3:38 Bartu Detlef 3:51 Gabi Häuser 5:10 Reinhard Levyn 4:00:07
HM Schilling Silvia 1:51 Walter Hauptmann 2:30 Thomas Kirschbaum 1:51
Nach dem Lauf gingen wir gemeinsam mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen zum Essen, wo wir diese dann zu einem Gegenbesuch zum Einsteinlauf nach Ulm einluden.
Am nächsten Tag erholten wir uns ein wenig bei einer Altstadtbesichtigung und genossen
die kulinarischen Köstlichkeiten.
Den letzten Tag unseres Israel Aufenthaltes nutzten wir zu einem Ausflug nach Massada und an das Tote Meer wo natürlich die obligatorischen Fotos, mit der Zeitung in der Hand, liegend auf dem Wasser geschossen wurden.
Reinhard Levyn
Istrien-Mini-Marathon
Tar-Vabriga, 3. September 2011
... oder wie man einen Lauf auch ganz locker mal organisieren kann.
Laufen bei gefühlten 50 Grad im Schatten und 100 km Länge. So könnte man den „Minimarathon“ in Tar-Vabriga (Istrien) bezeichnen. Was sich für uns „Einsteinmarathoner“ zuerst als kleiner Klacks angehört hat, hat sich zum Höllenlauf entwickelt. 13,5 km, das laufen wir doch mit links. Pustekuchen, Jörg Schmid und Silvia Binder waren froh, diese eigentlich recht kurze Strecke knapp unter einem 6-er Schnitt ins Ziel zu laufen. Vor uns alle Kroaten, die der Hitze trotzen konnten und alle Deutschen, die üblicherweise Bergläufe auch bei größter Hitze absolvieren. Zum Glück kamen nach uns noch einige Läufer ins Ziel.
Schon die Vorbereitungen zum Lauf waren ein Hit. Irgendwo hingen Plakate mit der Ankündigung des Marathons. Einen Tag vor dem angekündigten Lauf wurden wir zum Touristeninformationsbüro geschickt, die natürlich von nichts wussten aber immerhin den Ratschlag erteilten doch Geduld zu üben, schließlich wäre der Lauf erst morgen. Am Tag des Laufes bekamen wir allgemeines Schulterzucken auf die Frage hin, wo man sich anmelden kann. Ein Ordner, der den Verkehr an diesem Tag in Tar regelte, hat uns mitgeteilt, dass in der Ecke da viele Sachen liegen, die später abgeholt werden, aber was Genaues konnte er uns nicht vermitteln. Beim Festplatz erhielten wir die Auskunft, dass bestimmt der Campingplatz Lanterna zuständig wäre. Der Parkwächter vom Campingplatz wiederum wusste von nichts, hat sich aber immerhin bereit erklärt bei der angegebe-
nen Telefonnummer anzurufen und hat uns wieder zur Bank zurückgeschickt. Dort saßen wir um 13:00 Uhr und haben gewartet. Gegen 15:00 Uhr kam tatsächlich ein kleiner Bus vorbei, Leute stiegen aus und haben ein Zieltor aufgeblasen, Campingtische rausgestellt, ein paar Zettel auf den Tischen verteilt und überhaupt sehr geschäftig gewirkt.
Es war sogar der Hauptverantwortliche dabei. Dafür dass es mit der Anmeldezeit von 13:00 Uhr nicht ganz so hingehauen hat, dafür hat er sich immerhin entschul-
digt. Kenner wissen wohl schon, dass der
6. Mini Marathon Lanterna, Tar-Vabriga nicht vor 16:00 Uhr beginnt. Überhaupt, bei einer Startzeit von 16:30 Uhr ist 16:00 Uhr völlig ausreichend, um sich anzumelden. Und in der Tat, es war so. Plötzlich kamen ca. 100 Leute auf den Platz, haben sich in die Listen eingetragen und sind pünktlich um 16:30 Uhr losgelaufen. Jörg und Silvia mitten drin.
Die ersten 4 km ging es leicht bergab bis zum Meer. Eine leichte Übung, da konnten wir noch recht schnell mitlaufen. Ein Münchner Bergläufer mit Erfahrung in Istrien hat uns noch den Rat gegeben, langsamer zu laufen, der Endspurt wäre nicht ohne. In der Tat, 8 km ging es am Meer endlang durch den gesamten Campingplatz. Solidarität unter Deutschen war gefragt. Schon am Einganstor zum Campingplatz wurden die Gardena Garten-
duschen aufgebaut und bevor wir auch nur 500 m gelaufen waren, waren wir so was von klatsche nass. Zwar unangenehm beim Laufen aber jetzt im Nachhinein betrachtet, eine gute Übung für den Einstein-Marathon. Die Versorgung mit Wasser war fantastisch. Die Bewohner des Campingplatzes haben die komplette Versorgung übernommen. So hatten wir auf jeden Kilometer Wasser, was auch dringend notwendig war. Bei km 12 war eigentlich „Ende Gelände“. Wir konnten nicht mehr, und da kamen uns die Worte des Münchners wieder ins Gedächtnis. Was wir zu Beginn in 4 km bergabwärts gelaufen sind, mussten wir jetzt auf 1,5 km verteilt wieder hoch rennen. 286 Höhenmeter werden da zum Höllenlauf. Aber wir haben durchgehalten und sind auch wohlbehalten im Ziel angelangt. Nach einer schönen Siegerehrung mit persönlicher Nennung aller Teilnehmer sowie einer Medaille um den Hals sind wir mit stolzgeschwellter Brust zum anschließenden Feiern, und das können die Kroaten sehr gut, übergegangen. Silvia Binder
Einstein-Marathon - Grüße aus Kalifornien
Ian Varley schickte Grüße per Mail mit einem dicken Kompliment an Ulm:
"I ran your marathon a few years ago. It was wonderfull I would like to run again in the future. I am now in Los Angeles California USA. LA is not as beautiful as Ulm but it is a lot warmer!! and it only rains in the winter!!" Ian Varley
Gorch-Fock-Marathon
Wilhelmshaven, 15. Mai 2011
Einen Besuch bei Verwandten habe ich genutzt, um in WHV an einem Lauf am Meer teilzunehmen. Das Wetter hätte sich in den Tagen in WHV etwas mehr anstren-
gen können. Aber zum Start am Gorch-Fock-Haus hat Petrus dann alles gegeben. Eine leichte Brise, angenehme Tempera-
turen zum Laufen und auch etwas Sonne.
Gut waren die Startzeiten: 9:30 Marathon, 9:45 die 10 km und 10:00 der Halb-
marathon, meine gewählte Strecke. Hier waren wir etwa 500 Teilnehmer.
Die Strecke führt im ersten Teil durch die Einkaufsmeile nahe am Hafen. Den Süd-
strand erreichten wir nach ca. 4 km und hatten einen traumhaften Blick aufs Meer. Vorbei an Dauercampern, der Strandhalle und Schrebergärten ging es bis in den Marinestützpunkt. Den größten Teil der gesamten Strecke konnte man so das Meer genießen. Mein Puls ging ruhig bei ca. 135 und ich hatte ein gutes Gefühl bei leichtem Gegenwind und netten Mitläufern, die sich auch an der Natur begeistern kön-
nen. Gefühlt viel zu schnell ging es in den städtischen Bereich Richtung Ziel zurück.
Locker und mit Unterstützung der Cheer-
leader ging ich auf die letzten Meter, der Sprecher informierte die Zuschauer über mich, den Einsteinmarathon in Ulm, eben das Wichtigste des Tages :-). Mein Tages-Soll von unter
2 Stunden (1:57) habe ich locker erfüllt. Mein Trainingsshirt der Einstein-Vorbereitungsgruppe hatte so einen gelungenen ersten Einsatz.
Interessant war, es gab keine festen Absperrungen, Ordner hielten den Läufern den Weg frei, alles ging in Ruhe über die Bühne, die Verpflegung am Ziel wie auf der Strecke war sehr gut. Man hat gespürt, wie es allen Spaß gemacht hat.
Auf ein Wiedersehen, vielleicht schon im nächsten Jahr.
Siegfried Richter
Prag 42,2 km und mehr
Da uns die Strecke beim Ulmer Stadtlauf mit 10 km am 08.05.2011 einfach zu kurz war, haben wir uns als kleines Team und Vertreter des Einstein Marathons bei zeitgleich stattfindenden Prag Marathon sportlich betätigt.
Voller Erwartungen hatten wir uns zum diesjährigen Prag Marathon angemeldet. Was würde uns dort erwarten, wie ist der Lauf organisiert? Wie ist die Resonanz bei den Marathonläufern aus aller Welt?
Der ansonsten als Haupttouristenmagnet bekannte Altstädter Markt im Herzen der Stadt wurde als Start- und Zielbereich ausgewählt. Eine stimmungsvolle Kulisse in beeindruckender historischer Umgebung war somit garantiert. Die Strecke führte über die ausnahmsweise einmal für Touristen gesperrte weltbekannte Karlsbrücke, sowie zahlreiche weitere verwinkelte Gassen mit vielen restaurierten sehenswerten Gebäuden in der Innenstadt. Mehrfach wurden die weiteren Brücken über die Moldau überquert. Der steile Anstieg zur Hradschin war zu unserem Bedauern nicht Bestandteil der Marathonstrecke, wofür wir durch die Vorbereitungsläufe des Einstein Marathon bestens vorbereitet gewesen wären. Häufig führte die Stecke über historischen Pflasterbelag, der uns an den heimatlichen Streckenverlauf in der Ulmer Fischergasse erinnerte. Der weitere Großteil des Streckenverlaufs führte entlang der Moldau, von wo aus die Läufer häufig einen tollen Blick auf Teile des Stadtgebietes hatten. Nach Beendigung des Marathons hatten die Läufer eine ausführliche Stadtbesichtigung mit den weltbekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt, als bisher auch unbekannten Winkeln von Prag erlaufen.
Insgesamt war der Lauf in der Goldenen Stadt Prag in allen Bereichen bestens organisiert, was von den über 8.000 Läufern sehr positiv bewertet wurde. Der Lauf wurde auch als internationale Polizeimeisterschaft mit entsprechender Resonanz
gewertet. Das sommerliche Wetter trug seinen weiteren Beitrag hierzu bei.
Die Ulmer Läuferdelegation war vertreten durch Maria Hammer, Jan Bruning, Markus Geiges und Guido Schneider. Keep on running, Markus
Berlin, Berlin - wir laufen in Berlin
Nach Paris kommt Berlin und nach Berlin die Welt – im Volksmund auch Ulm genannt. Die Hauptstadt Metropole wurde dieses Jahr um einige Ulmer Läufer bereichert. Damit alle auf den Einstein-Marathon so richtig eingestimmt werden, haben wir am 3. April mit unserem „Vorbereitungsprogramm“ in Berlin begonnen. Mit von der Partie waren fast alle Teilnehmer aus Wielands Laufgruppe: Alex, Bruno, Conny, Falk, Jörg, Karin, Katrin, Maren, Markus, Martin, Silvia, Simone und Simone, Thorsten, Tom und Uli, nebst unserem eigens aus Ulm mitgebrachten Fanclub.
Das Wetter war fantastisch, die Zuschauerzahl enorm, Gänsehautfeeling kurz vor dem Start, Streckenrekorde eingeplant, 20.704 Halbmarathon-Läufer zum äußersten bereit, nur leider waren wir nicht auf die sommerlichen Temperaturen vorbereitet. Berlin gilt als eine der schnellsten und schönsten Strecken der Welt. Der Rundkurs führt an vielen Berliner Wahrzeichen vorbei, eigentlich eine Sightseeingtour im Laufschritt zum genießen.
Von Anfang an gab es für uns nur eines: „Durchhalten“ und das war Programm. Während die einen ganz gut mit den äußeren Rahmenbedingungen zu Recht kamen, hat es die anderen doch enorm geschlaucht. Nur eine Läuferin musste kurz vor dem Ziel aufgeben. Im ersten Moment war bei manch einem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, schließlich haben wir den ganzen Winter über bei Eiseskälte hart und ausdauernd trainiert. Auf 30 Grad in der Sonne waren wir nicht wirklich vorbereitet. Unsere Zeiten können sich aber trotzdem blicken lassen. Von 1:43:09 bis 2:11:43 haben wir alles dazwischen belegt.
Im Nachhinein sind wir stolz auf unsere Leistung und freuen uns schon auf Wielands Vorbereitungsprogramm. Schließlich wollen wir Wieland noch genügend Potential bieten, um uns für den Einstein-Marathon im September so richtig vorzubereiten. Ulm, wir kommen!
Silvia Binder
Amsterdam-Marathon 2010
Ein 6-köpfiges Laufteam war beim 35. Amsterdam Marathon am 17.10.2010 als Ulmer Vertretung unterwegs. Bei idealen Laufbedingungen wurde durch Getu Feleke (ETH) in 2:05:44 ein neuer beachtlicher Streckenrekord aufgestellt. Neben dem Marathon stand dank Jan, dem gebürtigen Amsterdamer, aus unserem Team ein umfangreiches Begleitprogramm auf dem Programm.
Teilnehmer beim Amsterdam Marathon 2010:
Jan Bruning
Ralf Eggel
Patrick Frey
Markus Geiges
Albrecht Janz
Guido Schneider
Einstein Zugläuferin beim Wettkampf in Neuseeland
Osterinseln
Wem der Ulmer Marathon zu nah und der New York Marathon zu voll ist, der strengt sich beim Halbmarathon auf den Osterinseln mächtig an, gewinnt und deklassiert
die Konkurrenz mit einer Zeit von 1:40.
Der Lehrer Carlheinz Harter aus Herrlingen hat es geschafft!
8. Mai 2010 - 38. Rennsteiglauf
Vier Donauläufer 2007 bewältigen Supermarathon auf dem Rennsteig
(Eisenach) Bei der 38. Auflage des Rennsteiglaufes starteten am
8. Mai 14.438 Frauen u. Männer auf den verschiedenen Lauf-, Handbike-, Nordic Walking- und Wanderstrecken. Von ihnen erreichten 14.355 das Ziel. Die „Königsdisziplin“, den 72,7 km
langen Supermarathon, standen Andreas Barth, Paul Kleinmann, Horst Kugler und Hans Petermann durch.
Der Start des Supermarathons erfolgt um 6.00 Uhr auf dem Marktplatz der „Wartburgstadt“ Eisenach nur 210 m über NN. Ein langer Anstieg immer wieder auch mit kurzen Gefällstrecken durchsetzt liegt vor den Läuferinnen und Läufern. Nach 25,53 km haben sie mit dem 916 m hohen Großen Inselsberg die zweithöchste Erhebung des Rennsteiges erreicht. Auf nur 1,3 km geht es steil bergab auf 746 m zur "Grenzwiese". Jetzt folgen zahlreiche kleinere und größere An- und Abstiege. Bei Kilometer 54,2 ist der 837m hoch liegende "Grenzadler" beim weltbekannten Skiort Oberhof erreicht. Die Läuferinnen haben nun noch knapp 20 Kilometer zu bewältigen. Für sie steht aber in diesem Abschnitt der Anstieg zum Großen Beerberg, der mit seinen 982 m der höchste Punkt des Thüringer Waldes ist, bevor. Er ist bei Km 61,77 erreicht. Fast nur noch bergab geht es weiter an der Wetterstation vorbei zur letzten Verpflegungsstelle "Schmücke" (Km 64 / 916 m) und zur letzten Getränkestelle "Kreuzwege" bzw. "Bierfleck" (Km 68,26 / 816 m). Das Ziel ist nicht mehr weit.
Wenn die Teilnehmer die Gartenanlagen der Gemeinde Schmiedefeld durchqueren, hören sie bereits den Trubel vom Sportplatz in Schmiedefeld. Mit einer herzlichen Gastlichkeit, Beifall, Jubel und den Ansagen der Zielsprecher werden sie im Ziel von Einheimischen, Gästen, Begleitern begeistert empfangen.
72,7 Kilometer von Eisenach bis Schmiedefeld sind geschafft.
Auf dieser Strecke mussten sie 1.470 Meter Anstiege, 969 Meter Abstiege und damit eine Höhendifferenz von 2.439 Meter bewältigen. Der Sieger Christian Stork aus Kempten benötigte dafür gerade mal 5:23:50 Stunden. Die Siegerin Anja Miedtank aus Unna schaffte es in 6:34:29 Stunden. Mit diesen Zeiten konnten die vier Läufer aus der Staffelmannschaft des Donaulaufes nicht mithalten, aber auch ihre Leistungen können sich sehen lassen. Paul Kleinmann aus Pfaffenhofen gewann in 7:25:15 Stunden die Altersklasse (AK) 65 und wurde der Gesamt-
wertung 320. Hans Petermann vom TSV Riedlingen verfehlte in der AK 60 einen Podestplatz nur um 4 Sekunden. In 7:37:39 wurde er 4. der AK und 425 der GW. Der Ulmer Andreas Barth belegte in 8:30:38 den 34. Platz der AK 35 und den 892. Rang der GW. Horst Kugler aus Ostrach ging verletzungsbedingt mit einem großen Trainingsrückstand an den Start. Umso beachtlicher ist seine Zeit von 9:39:52 Stunden, mit denen er 45. der AK 60 und 1.334 der GW wurde. Von den 2.131 gemeldeten Läuferinnen und Läufern wagten wegen des nasskalten Wetters nur 1.941 den Start zum Supermarathon. 1.858 erreichten das Ziel. Auf die Marathonstrecke gingen 2.838 und Halbmarathonstrecke 5.962 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Semi-Marathon-de-Paris - 7.3.2010
Sabotage – Révolution...
...so haben sich einige Tausend Läufer den Frust, den Ärger und die Enttäuschung von der Seele gerufen. Mitten drin sechs Ulmer Läufer, die auch dieses Jahr wieder beim Semi-Marathon-de-Paris dabei waren: Alexander Hank, Bettina Steininger, Bruno Pietsch, Sibylle Marquardt, Silvia Binder und Thorsten Leest.
Es war kalt, es war stürmisch es war aufregend. Eigentlich wussten wir, was am 7. März 2010 auf uns zukommt, wir haben ja schon mal teilgenommen. Doch dieses Jahr war alles anders. Schon morgens bei der Gepäckabgabe in der „Hall de la Pinèda im Parc Floral“ war ein Gedränge. Es ging nichts vorwärts, es ging nichts rückwärts und seitlich waren die Parzellen für die einzelnen Startnummerbereiche abgesteckt. Toiletten waren viel zu wenige aufgestellt. Auch dort ein Schlangestehen bis weit nach dem Startschuss.
Die Strecke wurde im Vergleich zu letztem Jahr geändert. Der Lauf war wirklich toll organisiert. Es war angenehm zu laufen, trotz der frostigen Temperaturen. Nur die Windböen waren unangenehm. Aber dann im Zieleinlauf. Dieser war auf der engen Esplanade des Chá`teau de Vincennes. Läufer die früh gestartet und eine Zeit unter 1:50 geschafft haben, konnten noch unbehelligt übers Ziel laufen. Der größte Teil der Läufer, die normalerweise zwischen 1:50 und 2:20 einlaufen, hatten das Pech, nicht übers Ziel zu kommen. 50 Meter vor Ende Stau im Zielbereich und dieser Stau hat sich im Laufe der weiteren Minuten immer weiter nach hinten verlagert. Etwas langsamere Läufer mussten bereits bei km 20 stehen und im Schritttempo übers Ziel gehen. Dieser Stau hat sich noch weit bis hinter dem Ziel fortgesetzt. Es gab auch danach kein Entrinnen, man musste stehen und warten.
Unsere drei schnellsten Läufer haben ihren Lauf optimal hinter sich gebracht. Drei von uns hat es aber getroffen. Da läufst du den Lauf deines Lebens und wirst 50 Meter vor dem Ziel ausgebremst. Schon am Abend haben wir das Ganze sportlich genommen. Der olympische Geist zählt – dabei sein ist alles.
Text: Silvia Binder
Ultralauf Wien–Budapest
Vom 19.–23. Oktober 2009 findet der 20. Ultralauf Wien–Budapest über rund 320 km statt. An ihm beteiligen sich die Donauläufer 2007 mit einer Staffelmannschaft und einem Einzelläufer.
Bernd Hummel aus Ulm und Hans Petermann aus Riedlingen organisierten im Jahr 2007 einen Staffellauf von den Quellen der Brigach und Breg, die ab Donaueschingen die Donau bilden, einen Staffellauf entlang der Donau bis zum Schwarzen Meer. Er stand unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Durch den Lauf sollte das Interesse am gesamten Donauraum, insbesondere am Donaurad- und -wanderweg im jeweils anderen Bereich geweckt, neue Freundschaft begründet und bestehende gefestigt werden. Die Donauläufer nahmen sich vor, mindestens einmal im Jahr an einer ausländischen Sportlaufveranstaltung an der Donau teilzunehmen. Dadurch soll die Aufmerksamkeit auf den deutschen Abschnitt der Donau gelegt und die Kontakte vertieft werden. Letztes Jahr waren sie beim Marathon in Novi-Sad. Dort besuchten sie Dimitrije Dolga, der mit der Mannschaft „Ulmer Spatzen“ den 2007 den gesamten Staffellauf mitgelaufen war.
Dieses Jahr beteiligen sie sich am Ultra-Lauf Wien-Budapest, der auch weitgehend auf dem Donauradwanderweg verläuft. Sah es zunächst so aus, dass auf den Aufruf von Hans Petermann sogar 2 Mannschaften zustande kommen, gelang dies nicht. Einige der Läufer, die mitwollten, waren aus betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht abkömmlich. Dennoch gelang es eine Staffelmannschaft mit 4 Mitgliedern zusammenzustellen. Sie teilen sich die Etappen an den ersten 4 Tagen, in dem vom Veranstalter vorgegebenen Rahmen auf. Damit muss jeder von ihnen zwischen 15 und 30 km am Tag laufen. Der Viererstaffel gehören Karl-Heinz Guter aus Riedlingen-Neufra, Paul Kleinmann aus Pfaffenhofen, Gerd Kondziella aus Neu-Ulm und Bürgermeister Hans Petermann aus Riedlingen an. Außerdem beteiligt sich mit Walter Mödinger aus Ulm ein Einzelstarter der Donauläufer am Ultralauf. Er muss die bis zu 92 km langen Etappen an den ersten 4 Tagen alleine bewältigen. Am 5. und zugleich letzten Tag findet für alle Ultraläufer sowie für weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Halbmarathon statt, der im Zentrum der ungarischen Hauptstadt Budapest endet. Dort treffen sie auf das ungarische Ehepaar Elisabeth und Josef Birone, die 2007 dem Team Sissi angehörten.
Die Donauläufer sind auf den Wettkampf gut vorbereitet. Sie alle starteten beim Einsteinmarathon in Ulm. Paul Kleinmann legte ihn als Sieger der Alterklasse M 60 in 3:15:19 Stunden zurück. Karl-Heinz Guter lief als 31. der AK 40 in 3:20:13, Walter Mödinger als 12. der AK 50 in 3:25:46, Gerd Kondziella als 30. der AK 50 in 3:25:50 und Hans Petermann als Vierter der AK M 60 in 3:38:11. Petermann beteiligte sich außerdem am 4. Oktober 2009 am Sparkassenmarathon in Köln und erzielte dabei eine Zeit von 3:33:50.
Die Läufer sind guter Dinge, dass sie diesen Wettkampf, bei dem sie der frühere Warthausener Bürgermeister Franz Wohnhaas betreut, gut überstehen. Sie hoffen auf ein deutlich besseres Wetter in der österreichischen Hauptstadt Wien, wo am Montag, den 19. Oktober 2009 im Praterstadion der Lauf gestartet wird.
Kühle Grüße aus Island...
...kamen Ende August von Zugläufer Harald Rastätter angeflattert:
"Beim Marathon am Samstag, 22. August hatte es beim Start um 8:40 Uhr 11 Grad und es ging ein mäßiger Wind. Während dem Lauf hat es ca. viermal geregnet und weder die Temperatur stieg, noch der Wind lies nach - im Gegenteil es wurde z.T. stürmisch. Mit 3:24,52 Std. bin ich dann genau nach meinem Zeitplan (Ziel war unter 3:25 Std.) als 84. vom 564. ins Ziel gekommen. Die Strecke war etwas hügelig aber trotzdem recht schnell.
Die Organisation war gut, aber natürlich nicht mit Ulm zu vergleichen ;-)"
Reschenseelauf 2009
Teilnehmer/innen der Vorbereitungsgruppen zum Einstein-Marathon haben am 1. August 2009
in Südtirol im Vinschgau am Reschenseelauf (15,3 Km) teilgenommen.
Als "Renntiere" waren sie auch schon bei der Ulmer Laufnacht am Start und haben ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht - alle haben sehr gute Zeiten ereicht.
Die Strecke war teilweise sehr eng und auf einer Seeseite doch sehr hügelig. Der Startschuss fiel um 21 Uhr und 3155 Läufer machten sich bei optimalem Wetter mit Stirnlampen auf den Weg.
Mitgelaufen sind (von links nach rechts):
Adreas Nierhoff 01:23:39
Juliane Peuckert 01:27:35 (Vorbereitungsgruppe Harald, Markus)
Bernd Peuckert 01:06:51 (Vorbereitungsgruppe Susanne)
Caroline Huber 01:27:22 (Vorbereitungsgruppe Harald, Markus)
Thomas Gerstlauer 01:25:00 (Vorbereitungsgruppe Michael)
Laura Nierhoff 01:41:07 (Vorbereitungsgruppe Harald, Markus)
Matthias Idler 01:32:11 (Vorbereitungsgruppe Michael)
Lio ( Hund :) )
Karwendelberglauf 2009
Antalya-Marathon 2009
So sehen glückliche "Gewinner" aus...
Madrid-Marathon - 26. April 2009
Organisatoren, Trainer und Zugläufer des Einstein-Marathons machten sich gemeinsam auf die 42 km durch Spaniens Hauptstadt.
Bei ideal kühlen Temperaturen - 16°C und leichter Nieselregen - und trotz eher hügeligem Streckenverlauf kamen alle wohlbehalten und höchst zufrieden ins Ziel!
Bericht Etappenlaufreise Südtirol vom 20. – 23.03.09
Schneesturm am Fernpass, Sonne am Reschen und Frühling am Kalterer See – die Südtiroler Etappenlaufreise war ein Lauferlebnis der ganz besonderen Art und bot den Teilnehmern neben der sportlichen Herausforderung einzigartige Landschaftseindrücke und eine Vielzahl emotionaler Laufmomente und Erinnerungen...
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Einstein-Läufer in Ulm - Montana/USA
Paris 2009 - Halbmarathon
Neujahrsmarathon 2009 in Zürich
Am Sylvesterabend hat es in Zürich-Schlieren innerhalb weniger Stunden ca. 10 cm Neuschnee gegeben. Bei Temperaturen knapp über Null und leichtem Schneeregen liefen 361 Läuferinnen und Läufer in Schnee und Schneematsch den Marathon oder Halbmarathon oder die 10 km Strecke. Die Organisation war sehr gut und die Läufer kamen aus 13 Ländern angereist, um mitten in der Nacht ins neue Jahr zu laufen.
2 Trainer und 2 Helferinnen vom Einstein-Marathon waren dabei:
Start 10 km um 0:10 Uhr: Karin (1:12 Std.), Heike (1:01 Std.)
Start HM um 0:20 Uhr: Markus (1:54 Std.), Harald (1:44 Std.)
Einstein-Marathon Trainer in Paris zum Halbmarathon 2008
Einstein-Marathon Zugläufer Harald Rastätter beim DUBAI-MARATHON
Bei morgendlichen gefühlten 10 Grad sind Harald und Heike am Freitag, 18. Januar um 7 Uhr beim Standard Chartered Dubai Marathon mit 800 anderen Laufbegeisterten gestartet.
Sie waren in guter Gesellschaft, u. a. war auch Haile Gebrselassie am Start. Ihm fehlten schließlich 27 Sekunden als er nach 2:04:53 Stunden über die Ziellinie lief - zum Weltrekord und damit zur höchsten Prämie des Laufsports von 1 Million Dollar. Aber auch 250.000 Dollar Siegprämie sind kein Pappenstiel.
Hailes Resümee: „Mein Anfangstempo war wohl zu hoch. Aber dennoch bin ich glücklich mit diesem Rennen“.
Harald Rastätter resümierte: "Wir haben versucht in Hailes Fußspuren zu treten, die waren allerdings doppelt so lang wie unsere ... hahahaha. Es wurde von Minute zu Minute wärmer und anstrengender, da auch der Asphalt immer heißer wurde. In 3:53 war ich völlig erschöpft im Ziel, Heike in 5:10 - stolz wie Otto."

































































