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Bericht Einstein-Marathon-Trainingsgruppe 2006 von Thorsten Kriependorf

Der 2. Einstein-Marathon ist Geschichte und das hiesige Lauffieber erst einmal abgeklungen. So einiges wurde im Vorfeld dieses großen Ulm/Neu-Ulmer Sporttages über die Marathon-Trainingsgruppe berichtet, welche sich unter meiner Anleitung über mehrere Monate auf das Rennen vorbereitete – offen ist noch die Frage, wie es denn nun den 5 Teilnehmern im Rennen erging und ob sie ihre Ziele erreicht haben?

Vorab: alle sind meinen Erkundigungen nach mittlerweile wieder wohlauf und bei Kräften und haben das Projekt, sowohl die anstrengenden Trainingswochen und dann auch den Einstein-Marathon gut überstanden.
Ja, die mehrmonatige Vorbereitung mit Trainingsumfängen von 40 bis 80 km, verteilt auf bis zu 5 Trainingseinheiten pro Woche, forderte von den Teilnehmern eine Umgestaltung ihres gesamten Lebensstils. Von mir individuell abgestimmte Trainingspläne, sportmedizinische Betreuung durch die Sportmedizin Ulm, eine gesponserte Laufausrüstung und die öffentliche Präsenz in der Zeitung verpflichteten zu einer ernsthaften Trainingsvorbereitung, hinzu kam die Ungewissheit, wie sich ein Marathon und der berühmte „Mann mit dem Hammer“ bei km 35 denn so anfühlen wird.

Die Zielansprüche der Teilnehmer reichten von „Hauptsache ins Ziel“ bis „unter 4:00 Stunden sollte es schon sein“, dementsprechend unterschiedlich waren dann auch die Renneinteilungen und die geplanten Marschtabellen. Da ich selbst als Läufer im Rennen war, habe ich nach dem Startschuss meine Marathonschützlinge erst wieder einige Stunden später im Getümmel des Zielbereich gesichtet – von locker frisch bis einbeinig schmerzverzerrt humpelnd, aber allesamt glücklich, es geschafft zu haben.

Zusammenfassend denke ich, dass trotz Höhen und Tiefen alle Beteiligten von den Erfahrungen des Trainings und dann natürlich des Rennens profitiert haben. Die Erwartungen an mich als Trainer und an das ganze Projekt waren unterschiedlich, hinzu kamen persönliche Zielsetzungen, Zweifel und Schwierigkeiten, die erst im langen Trainingsprozess deutlich wurden und zu so manch gruppendynamischer Spannung führten.

Eigentlich habe ich angenommen, dass nach 6 Monaten beinahe täglicher harter Kriependorf-scher Trainingseinheiten und nach erfolgreichem Absolvieren des Marathons der Laufhunger meiner Schützlinge gestillt war. Doch weit gefehlt: der Läufervirus hat um sich gegriffen und so befinden die sich 3 der Teilnehmer bereits wieder im Vorbereitungstraining auf kommende Rennen, die sie demnächst in Angriff nehmen wollen.

Bericht Beurer-Halbmarathon-Trainingsgruppe 2006 von Hanni Zehendner

Am Marathonsonntag, den 24. September 2006, umarmten sich Tausende von glücklichen Läufern auf dem Münsterplatz und mitten unter ihnen strahlten Roswitha, Hans und Torsten mit der Sonne um die wette. Ihr Traum vom Halbmarathon wurde Wirklichkeit und ihre sehr guten Endzeiten waren die Krönung.

Aber für die drei von der Südwestpresse ausgewählten Bewerber von 0 auf 21,1 km war es ein langer und anstrengender Weg bis zum Ziel.

Vor Beginn des Trainings standen Untersuchungen und Leistungstests der Sportmedizin Ulm auf dem Plan. Anhand dieser sportmedizinischen Daten und einigen Testläufen erstellte ich jedem der ausgewählten Gruppe einen individuellen Trainingsplan für die kommenden sechs Monate.

Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und die Gruppe war hochmotiviert. Roswitha Rumold, unsere Strahlefrau, lächelte sogar noch nach anstrengenden Trainingseinheiten, Hans Klufa war immer gut gelaunt und sorgte mit Humor für Kurzweile bei langen Trainingsläufen und unser ruhiger Torsten Becker, unser Nordlicht, war ebenfalls ein Gewinn für unsere kleine Laufgruppe. Anfangs war zweimaliges wöchentliches Training mit Pulskontrollen angesagt und später eine regenerative Trainingseinheit zusätzlich. Andrea Pogorny hat aus beruflichen Gründen als erste unser Team verlassen und Tina Junginger musste schweren Herzens das Lauftraining wegen wiederkehrenden Kniebeschwerden abbrechen.

In den ersten Wochen war ein Grundlagentraining angesagt und von Woche zu Woche wurden moderat die Wochenkilometer erhöht. Aber schon nach wenigen Wochen wurde das Training abwechslungsreicher gestaltet. Bergauf und bergab ging es am Dienstag und Donnerstag auf dem Roten Berg in Söflingen und in den letzten Wochen bereicherten kurze und längere Intervalle unser Training. Der TSG-Lauftreff Söflingen mit seinen vielen leistungsbezogenen Laufgruppen hat meine Arbeit als Trainerin erleichtert, als das Leistungsvermögen meiner Schützlinge sich allmählich unterschiedlich entwickelte. Sie konnten sich nahtlos in schnellere Gruppen einfügen und sich so optimal läuferisch entwickeln.

Lang und langsam gelaufen wurde am Wochenende, die letzten Wochen sogar über zwei Stunden. Oft machten Müdigkeit, Muskelschmerzen und oftmals auch die Hitze diese Läufe zum Härtetest für den immer näher rückenden Halbmarathon. Storys aus meinem interessanten Sportlerleben sorgten oft für Heiterkeit und halfen so über so manchen Einbruch hinweg und der Schweinehund hatte keine Chance.

Kurz vor dem Rennen wurde der Leistungsstand von der Sportmedizin anhand von Steigerungsläufen mit der Bestimmung des Laktatwertes nochmals überprüft und die Werte hatten sich bei allen drei sehr stark verbessert und die kleinen Überlastungssyndrome, welche immer wieder eine Reduzierung des Trainings mit sich zogen waren auch verschwunden. Und alle fieberten dem großen Tag entgegen.

Lange habe ich gezögert, wieder eine Trainerfunktion für Laufanfänger von 0 auf 21 km zu übernehmen. Das dreimalige wöchentliche Training zusammen mit meiner Gruppe haben meinen Zeitplan oft kräftig durcheinander gewirbelt. Ich habe es nicht bereut und es war schön für mich, meine vielen und langjährigen Erfahrungen an Laufanfänger weiterzugeben und es war eine unvergessliche Zeit zusammen mit meiner Gruppe.

Laufzeiten:
Torsten Becker     1:43,20
Hans Klufa            1:52,54
Roswitha Rumold  1:58,21

 
Auswahl der Trainingsgruppe Frühjahr 2006

Über 500 Läuferinnen und Läufer, bzw. solche, die es werden wollen, haben auf unsere Ausschreibung für die Plätze in unseren beiden Trainingsgruppen reagiert und eine Bewerbung geschickt.
Nach einer Vorauswahl von ca. 50 Personen wurden die 10 Plätze per Losentscheid vergeben. Dabei wurden folgende Personen ermittelt:

Trainingsgruppe Marathon
         
von links nach rechts:
Michaela Khobo, Neu-Ulm
Bärbel Zenzinger, Weißenhorn
Thorsten Sporleder, Erbach
Michael Ringshandl, Ulm
Ursula Frühe, Ulm
Trainer Thorsten Kriependorf, SSV Ulm 1846

Trainingsgruppe Halbmarathon
         
von links nach rechts:
Andrea Pogany, Ulm
Tina Junginger, Ulm
Hans Klufa, Ulm
Thorsten Becker, Ulm
Roswitha Rumold, Neu-Ulm
Trainerin: Hanni Zehendner, TSG Söflingen 

Die ersten Eindrücke der Trainingsgruppe 2006

Bärbel Zenzinger
Die erste Krise, schon vor dem ersten Training
Ohne zögern füllte ich das Anmeldeformular für das Einstein-Marathon-Training aus, endlich ein tolles Programm für 2006. Nach dem Probelauf mit Bernd Hummel war die Freude groß, dass es wirklich geklappt hat.
Doch bald kamen mir große Zweifel und meine Euphorie ebbte langsam ab. Da ich noch nie länger als eine Stunde gelaufen bin, fand ich mein Vorhaben doch recht abenteuerlich. Bis jetzt waren meine gemütlichen Jogging-Runden im Wald nur zur allgemeinen Fitness gedacht. Und jetzt so ein verrücktes Ziel! War mein Ehrgeiz doch zu groß?
Der 1. Treff bei Sport Sohn mit den anderen Mitgliedern der Trainingsgruppe bestätigten meine Zweifel. Michael erzählte mir gleich, dass er letztes Jahr schon den Halbmarathon gelaufen ist, und das in einer Superzeit. Wie sollte ich mit solchen Profis trainieren?
Ich versuchte mit den anderen ins Gespräch zu kommen, doch ich erfuhr nichts tröstendes für mich.
In den Wochen vor Trainingsbeginn versuchte ich verbissen, meine Kondition zu verbessern und setzte mich so unter Druck, dass ich mich ganz elend fühlte. Die Läufe wurden immer mühsamer, die Stimmung immer schlechter.
Ich steige aus!
Doch Bernd schaffte es, mir wieder Mut zu machen. Mir wurde klar, dass ich die ganze Sache viel lockerer angehen muss. Er muss ein guter Psychologe sein, denn ich hatte wieder den Biss ,die Herausforderung anzunehmen, der Spaß sollte aber auch nicht zu kurz kommen. Ich war froh, doch noch im „Boot“ zu sitzen.

Der 1. Trainingstag war ein guter Start für mich. 10 km lockerer Dauerlauf stand auf dem Programm. Die guten Tipps von Thorsten Kriependorf, bezüglich Atmung und Laufstil halfen, wenn es bei mir mal nicht so „locker“ aussah.
Ich fühle mich in meiner Laufgruppe mit unserem Trainer sehr gut aufgehoben.

Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wochen. Sie werden anstrengend sein, aber auch eine spannende Sache für mich.

Michaela Khobo
„Kurzes Statement“, über die „Veränderungen“ in meinem Leben , durch die Teilnahme an der „Einstein-Marathon-Laufgruppe“:
Schon letztes Jahr habe ich die Vorbereitungsphase und das Entgegenfieberns auf das „SportEvent“ in Ulm mitverfolgt. Die Betreuung durch einen Trainer für die Laufgruppe fand ich damals schon „beneidenswert“. Als auch dieses Jahr die Ausschreibung zur Marathongruppe in der S-P stand, war für mich sofort klar, dass ich mich dort bewerben werde.
Als ich die Mitteilung durch Bernd Hummel erhielt, konnte ich zuerst mein „Glück“ nicht fassen!

Für mich ist der Termin des Einstein-Marathons im September eine Art „Projekt“:
Parallel zu meiner Familie und zu meiner Arbeit bedeutet die dritte Komponente
„die Vorbereitung und das Laufen mit der Gruppe“ einen Bereich für mich alleine.

Das intensive Laufen gibt mir zusätzliche Energie und Disziplin, welche sich durch alle Lebenslagen durchzieht. Dies soll nicht zu philosophisch klingen, jedoch sind meine Arbeitsabläufe besser strukturiert, meine Terminierungen (sehr großes Thema in meinem Leben!) exakter und ich bin auch mit meinen Kindern (4 und 6 Jahre alt) in Stressgeladenen Situationen entspannter und verständnisvoller.

In diesem Sinne: Viele Grüsse Michaela
 
Tina Junginger
"Halbmarathon in Ulm – und ich bin dabei! Vor ein paar Wochen hätte ich das noch nicht gedacht! Ich habe mich wahnsinnig gefreut als ich die gute Nachricht erhalten habe, in der Trainingsgruppe dabei sein zu können. Aufgeregt bin ich natürlich auch ein bisschen; noch kann ich mir nicht vorstellen, inmitten von Tausenden durch die City zu laufen. Zweifel, ob ich es überhaupt schaffe, habe ich überhaupt nicht. Wir werden von unseren erfahrenen "Trainern" super betreut und durch die Gruppe kann die Motivation nur noch mehr steigen."
Torsten Becker  1. Der Weg bis zum ersten Training
Kurz vor Weihnachten zeigte mir meine Frau Andrea einen Artikel in der Zeitung, in dem über den 2. Einsteinmarathon berichtet wurde. Halbmarathon hört sich interessant an, dachte ich mir, ich hatte mir ja sowieso für das nächste Jahr vorgenommen wieder Sport zu treiben. Als ich vor 4 Jahren aufgehört hatte zu rauchen und dann leider auch beruflich viel unterwegs war, so dass ich kaum mehr Zeit für Sport hatte, sind doch einige Kilos auf meine Figur gekrabbelt. Diesen angesammelten 15 Kilos und meiner schlechten Kondition wollte ich gerne den Kampf erklären.
Für den Marathon und Halbmarathon wurden Neulinge gesucht, die mit einem Training und Ausrüstung auf ihre Aufgabe vorbereitet werden sollten. Da ich noch die ganze Woche beruflich unterwegs bin ist ein Training in der Woche für mich nicht möglich. Aber ab Mai beginnt meine Elternzeit und dann hätte ich die Möglichkeit regelmäßig zu trainieren. Meine Idee, sich für die Trainingsgruppe zu bewerben begeisterte mich sehr, worauf ich meine Bewerbung sofort zur Post brachte.

Ich war gerade in Österreich im Hotel, als meine Frau anrief, um mir zu sagen, dass ich in die engere Auswahl für die Trainingsgruppe gekommen war. Die Aufregung war natürlich groß. Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Am Wochenende fand dann das Probetraining statt und in der folgenden Woche wurde mir mitgeteilt, dass ich in der Trainingsgruppe bin.

Vor dem ersten Fitnesscheck beim Sportarzt fühlte ich mich fit und war schon sehr gespannt. Auf dem Laufband wurden mir jedoch schnell meine Grenzen aufgezeigt. Es ist halt doch noch ein weiter Weg bis zum Halbmarathon im September, aber ich werde es schaffen.

Aktuell
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16. September: „Körner, Currywurst, Kenia“ – Ein locker, leichter Abend mit Olympiasieger Dieter Baumann im ROXY.

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6. Einstein-Marathon am 18./19. September 2010
Anmeldung ab sofort möglich

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