Berichte der Trainingsgruppen 2005
Bericht von Thorsten Kriependorf,
Gewinner des 1. Einstein-Marathons 2005
Der Gewinn des 1. Ulmer Einstein-Marathons war emotional sicherlich einer der Höhepunkte meiner Laufbahn als aktiver Sportler.
Bereits im Vorfeld magnetisierte diese Veranstaltung unglaublich viele Läufer der Region, in ?Läuferkreisen? gab es die letzten Monate eigentlich nur ein Thema: Einstein-Marathon. Bei meinen Trainingsläufen entlang der Donau war die Laufbegeisterung, die von dieser Veranstaltung ausging, deutlich sichtbar ? man sah Scharen von Läufern und Vorbereitungsgruppen und traf Leute, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie sich einmal zum Laufen bewegen ließen.
Eine eigenartige Stimmung herrschte am Tag vor dem Wettkampf, als die sonst so stark frequentierten Laufstrecken an der Donau und Iller plötzlich menschenleer waren und die Spannung des bevorstehenden Rennens quasi ?in der Luft lag?.
Mit dem Startschuss des Rennens entlud sich dann die gesamte Anspannung der vergangenen Tage, Wochen und Monate. Die Begeisterung der Zuschauermassen und die Atmosphäre an der Strecke bereits in Pfuhl und vor allem in der Altstadt war so phänomenal und aufpuschend, dass ich meinen minutiös ausgearbeiteter Plan der Durchgangszeiten für eine Endzeit um 2:30 Std. bereits in der ersten Hälfte des Rennens über den Haufen warf.
Letztlich verfehlte ich mit meinen 2:38:06 die angepeilte Zeit doch deutlich, sei es aufgrund einer falschen Renntaktik mit einem zu hohen Anfangstempo, sei es durch die schwere Streckenführung und die warme Witterung. In jedem Falle war es ein wunderbares Erlebnis, als ?Ulmer in Ulm? diesen Marathon vor vielen tausenden Zuschauern an diesem strahlenden Herbsttag zu gewinnen. Auch ich fieberte wie die vielen anderen Läufer diesem Tag entgegen, konzentrierte mich lange nur auf dieses eine Rennen und musste mich dann mehr ?plagen?, als ich es mir vorgestellt habe. Für mich hat es den Sieg gebracht, für alle anderen Läufer das unglaubliche Gefühl eines ?durchgestandenen? Marathonlaufs und (beinahe) alle sagen: es hat sich gelohnt!
Marlies Geissler, Marathon
Zeit: 3:28:13
Gesamt: 11. Platz
W50: 1. Platz
Abschluss: 42,195 km sind geschafft
Es war ein toller Lauf und für mich ein beeindruckendes Marathonereignis. Eine Stunde vor dem Start hatte ich noch Herzklopfen. Als ich am Startblock von 3:30 stand war die ganze Aufregung verflogen, ich fühlte mich wie ein Federball und war glücklich, wartet auf den Startschuss.
Ich wusste, das wird mein Lauf. Das Wetter hat für mich gepasst und die Zuschauer an der Laufstrecke waren fantastisch, haben mich auch immer wieder mitgetragen bei meinem Lauf. Bin jetzt infiziert vom Marathon, werde weiter trainieren und freue mich schon auf meinen Nächsten Wettkampf, ganz sicher nächstes Jahr wieder in Ulm.
Danke an meine Trainer: Fritz Fassbinder, Ruppert Zeller und Bernd Hummel, auch für die wertvollen Tipps für meinen 1. Marathon.
Karl Hiller, Marathon
Zeit: 3:23:47
Gesamt: 214. Platz
M50: 7. Platz
Abschluss: "Grenzerfahrung Marathon: Première und Finale getreu dem Motto: 'Ende gut, alles gut' "
Die Vorbereitungsphase unserer Trainingsgruppe endete sozusagen mit den gemeinsamen öffentlichen Läufen im August, Anfang September. Danach erfolgte ein letzter Laktattest auf dem Laufband der sportmedizinischen Abteilung der Uni Ulm 2 Wochen vor dem Start. Jetzt sollte sich herausstellen, ob in den letzten Monaten richtig trainiert worden ist, und tatsächlich: Im Vergleich zum 1. Laufbandtest im März gelang es mir, die Stufen 8km/h bis 18km/h im 3 Minuten Rhythmus durchzulaufen, damals musste ich die 18km/h frühzeitig abbrechen. Auch der Ruhepuls war um 2 Schläge geringer, die Herzfrequenz bei Belastung sank sogar um 8 Schläge pro Minute: Objetive gemessene Daten,die meinem subjektiven Gefühl "in Form zu sein" entsprachen.
Wiederum stellte sich heraus, dass die langen 3 Stundenläufe der Trainingsgruppe unter Leitung von Bernd Hummel bei moderatem Tempo das richtige Trainingsmittel waren. Seine Vorgabe "weniger (Geschwindigkeit) ist mehr" erwies sich im Nachhinein als ausgezeichnet.
Mittlerweile hatte sich auch der Körper durch das 6-monatige Training an die anspruchsvolle Belastung durch 50 bis 70 Trainingskilometer pro Woche gewöhnt. Muskuläre Verspannungen nach den Läufen wurden geringer, die Erholungsphase danach immer kürzer. Trotzdem musste der "innere Schweinehund" nach schnellen 32 Kilometerläufen weiterhin bekämpft werden.
Gut tat dann die letzte Regenerationswoche vor dem Tag X, dem 25.September: Kräfte sammeln, Energiespeicher füllen und mental auf den Marathon vorbereiten.
Am Samstag, den 24. September begann beim Abholen der Startunterlagen das Gefühl, dass dieser 1. Marathon mit den Trainingsläufen nicht viel gemein haben würde und der Count down bereits lief: Überall sportlich-dynamische Frauen und Männer, meist bereits marathonerfahren, Tipps austauschend, unzählige Ratschläge und Informationen an den Ständen der Halle 7 abholend.
Sonntag, 25. September: Startschuss zum ersten Einstein-Marathon und meine Marathonpremière: Inmitten eines wuselnden, anfangs prächtig gestimmten Läuferheeres von 5000 Teilnehmern war es schwer, das passende Lauftempo zu finden, der Sog der euphorisch startenden Meute zog einen unwillkürlich in seinen Bann. Ein Blick auf die Laufuhr ließ mich jedoch rechtzeitig erkennen, dass zunächst einmal das Tempo gedrosselt und meine individuelle Laufgeschwindigkeit gefunden werden musste. Wie im Traum flogen die Eindrücke auf einen zu und ich passierte die folgenden 17 km quer durch eine jubelnde, anfeuernde Ulmer Helfer- und Zuschauerschar in Thalfingen, Pfuhl, Offenhausen, in der Innenstadt und am Neu-Ulmer Donauufer entlang: Die Sonne strahlte vom Himmel, Mitläufer und Zuschauer machten die erste Etappe zu einem wahren Laufvergnügen. Dann wurde es auf dem Weg nach Wiblingen durch den Wald am Donauufer plötzlich still und einsam, die Konzentration auf den 2. Abschnitt des Marathons bis Km 32 begann. Vereinzelte Läufer hatten sich bereits übernommen, manche blieben in Sichtweite, die Kilometer wurden immer länger. Beim Anblick des Fischerplatzes übertrug sich erneut die Euphorie der laufbegeisterten Menge auf die Läufer, jedoch machte sich langsam die Muskulatur und eine schwerere Atmung bemerkbar. Nach dem Klosterhof war es soweit: Der Weg zu Ikea und zu den letzten 5 Kilometern war gepflastert mit dem "Keulenmann", dem wohl jeder Marathonanfänger einmal während der Strecke vornehmlich auf dem letzten Abschnitt begegnet: Schläge einstecken, d.h. trotz beginnender Verkrampfung der Muskulatur weiter joggen, Kräfteschwund bis zum Ziel kompensieren, indem man nur an den nächsten Kilometer und das Ziel denkt. Plötzlich, bei Kilometer 41 löste sich der Mann mit der Keule in nichts auf, die letzten Meter über die Hirschstraße und am majestätischen Münster vorbei ins Ziel waren die Erfüllung des Traumes: Die Ziellinie nach 42,195 km überqueren, ankommen und die Glückwünsche der Familie und Freunde entgegennehmen, in der Gewissheit: Die Vorbereitungsphase und Anstrengung haben sich gelohnt, ich bin um eine grundlegende Lebens- und Körpererfahrung reicher aus diesem ersten Einstein-Marathon gekommen.
Andrea Messerschmitt, Marathon
Zeit: 4:36:49
Gesamt: 183. Platz
W 30: 29. Platz
Bericht folgt
Alexander Vogl, Marathon
Zeit: 5:40:41
Gesamt: 1554. Platz
M 35: 358. Platz
Abschluss: Marathon das Ziel ist erreicht!!
Was ich wirklich nicht geglaubt habe ist doch Wirklichkeit geworden.
Ich habe meinen ersten Marathon (42,195 Km) auf eigenen Beinen erlaufen und durchgehalten, wenn es doch auch sehr schwer gefallen ist.
Nachdem ich bei dem letzten Lauftreff in Blaustein nicht die 30 Km schaffte und bereits bei Km 24 zu krampfen begonnen habe, glaubte ich schon da, dass ich die Distanz von 42,195 Km beim eigentlichen Marathon niemals durchhalten werde, und habe mich schon indirekt für den Halbmarathon entschieden.
War doch sehr gefrustet, weil ich einfach keine Erfolge mehr gesehen habe.
Als ich dann am nächsten Tag meine Laktatuntersuchung an der Uni hatte sagte mir der sehr freundliche Arzt, dass dies ausschliesslich Salzmangel als Ursache sein kann und ich änderte dann doch noch sehr knapp vor dem eigentlichen Marathon meine Getränkewahl und besorgte mir das Salzhaltigste Wasser aus der Getränkehandlung.
Nun war ich vom Ehrgeiz gepackt und erhöhte mein Trainingspensum, so dass ich bis zum Freitag vor dem Marathon fast jeden Tag über längere Etappen gelaufen bin.
Und der Arzt hatte recht, seit ich mehr Salz zu mir nahm, hatte ich auch keinerlei Krämpfe mehr auf meinen langen Läufen.
Dann war es endlich so weit, der 25.09.war schneller als erwartet da und ich stand mit tausend anderen Läufern auf der Uferstrasse vor der Donauhalle.
Meine Nervosität wuchs ins unermessliche, ich war schlimmer Aufgeregt wie jemals zuvor, doch nachdem dann der Startschuss fiel, fiel auch meine Nervosität und ich war begeistert und gleichzeitig Stolz, dass ich es bis hierher durchgehalten habe.
Die ersten 25 Km waren auch ganz angenehm und ich war durchaus Zufrieden mit meiner Zwischenzeit bei Km 21 in Wiblingen. Doch die Hitze und die langen Asphaltetappen ab km25 machten meine Füsse Bleischwer.
Und die ersten Gedanken ans aufgeben jagten mir durch den Kopf. Doch wollte ich nicht so einfach meine bisher gelaufenen Km so einfach wegschmeissen und das ganze Training sollte doch auch was für sich haben, redete ich mir immer wieder selber ein.
Dennoch musste ich Stellenweise laufen, da nun auch noch mein Knie Probleme machte und ich enorme Schmerzen bekam. Aber je näher ich in Richtung Stadt kam, stieg auch wieder meine Motivation und ich konnte wieder stellenweise mein Tempo steigern. Dennoch war das schönste am Marathon, als ich durch das Xinema in die Hirschstrasse einbog. Obwohl ich doch sehr spät in diesem Bereich ankam beflügelten mich wahrlich die Zuschauer und feuerten auch mich abgekämpften fast letzten Marathoni auf meinen Letzten 1500m an so dass ich wie auf Wolken den Münsterplatz überglücklich erreicht habe.
Noch am gleichen Tag habe ich eigentlich gesagt dass ich nie mehr einen Marathon laufen werde. Doch keine 3 Tage nach dem Marathon juckten auch meine Beine wieder und wollten eigentlich schon wieder laufen.
Und so kann ich abschließend meinen ganzen Dank unserer Laufgruppe aussprechen mit denen das Training viel Spass gemacht hat.
Wir sind ein gutes Team geworden und ich hoffe, den einen oder anderen wieder zu sehen.
Besonders möchte ich jedoch Bernd danken, dem es sicher auch nicht immer leicht mit mir gefallen ist, aber Ihm habe ich zu verdanken, dass ich angekommen bin, er hat mich immer wieder motiviert, weiter zu machen.
Danke an alle.
Michaela Vogt, Marathon
Zeit: 3:58:00
Gesamt: 57. Platz
W30: 12. Platz
Abschluss: Marathonpremiere?..oder?im Rausch der Endorphine!
Der erste lange Lauf, der auf dem Programm steht, nach Blaubeuren und zurück, ist ziemlich anstrengend und nach den 34 km ist bei mir für den Rest des Sonntags nur noch Extrem-Couching angesagt. Komisch ist es dann schon, als die 3 öffentlichen Vorbereitungsläufe, die vom Organisationsteam des Einstein-Marathons angeboten werden, anstehen. Hatten wir uns doch all die Sonntage zuvor in der Laufgruppe getroffen und in kleiner aber feiner Runde unsere km absolviert. Nun also, unmittelbar vor dem Marathon, laufen wir 3 Sonntage hintereinander zunächst mit 200, dann mit 300 und letztlich mit über 400 anderen Laufbegeisterten über die von Bernd ausgewählten und vermessenen, langen Distanzen. Teils auf der späteren Marathonstrecke, teils auf Ausweichstrecken, auf die uns das Donauhochwasser zwingt, absolvieren wir die letzten Kraft- und Ausdauertests. Die dort entstehenden Eindrücke lassen nur annähernd darauf schließen, was uns am 25. September erwarten wird. Ungewohnt, neben all den vielen Menschen um einen herum ist, dass unsere Gruppe zum ersten Mal, nach angestrebtem Marathontempo, getrennt läuft. Umso mehr genieße ich daher den letzten gemeinsamen Gruppenlauf am Sonntag vor dem Marathon, bei dem bereits besprochen wird, wie unser gemeinsamer Lauf-Jour-Fix nach dem Marathon aussehen wird. Auch die Sportmedizin um Prof. Steinacker läutet den Countdown ein und untersucht uns ein letztes Mal auf Herz und Lunge. Die gemessenen Fortschritte sind enorm. Herzfrequenz 20 Schläge nach unten, Laktatkurve im absolut grünen Bereich, Regeneration der Herzfrequenz nach Belastung super schnell?was will man mehr, der Marathon kann kommen.
Die Woche vor dem Marathon gestalte ich noch mit zwei relaxten Trainingseinheiten mit Moni, meiner Laufpartnerin. Bei Essen bin ich mehr als vorsichtig, da ich meinem nervösen Magen vor dem Marathon wirklich nicht zuviel zumuten möchte. Selbst den geliebten Zwiebelkuchen anlässlich des 40. Geburtstags meines Chefs schlage ich aus. Statt dessen Pasta, Pasta, Pasta - sorry Dr. Ziegler, aber ohne Pasta Null Power!
Am Samstag vor dem Marathon dann das Abholen der Startunterlagen auf der Marathonmesse. Der Umschlag mit der Startnummer, etc. und auch der Chip für die Zeitnahme ist, trotz der vielen Menschen die sich dort tummeln, schnell abgeholt. Mit den vielen, sich austauschenden Laufbegeisterten um mich herum kommt jedoch auch die Nervosität und ich ziehe es vor, dem Trubel schnellstmöglich zu entfliehen, wohl wissend, dass genau an dieser Stelle am nächsten Morgen ?der Bär steppt?!!! Schlafprobleme in der Marathonnacht habe ich nicht, nur das Frühstück um 6.30 Uhr will nicht wirklich schmecken. Ich überlege, wie ich die viele, verbleibende Zeit am frühen Morgen totschlagen soll, bevor es endlich mit dem Bus zum Donaustadion geht, aber die Minuten vergehen schnell und ehe ich mich versehe, steige ich mit über 100 anderen Läufern in der Friedrichsau aus??Ruhe?Puls 160. Leichtes Warmlaufen und dann geht es auch schon in die Startaufstellung. Die Anspannung ist kaum auszuhalten und als die Läufermasse mit 10 Minuten Verspätung endlich den Count Down kröhlt bin ich nur heil froh, dass es endlich losgeht. Die ersten Minuten bewegt sich gar nichts, außer der Musikgruppe, die uns per Schiff donauabwärts begleitet, dann gerät das Feld in Bewegung und ich überquere mit ein paar Arbeitskollegen die Startlinien. Die Masse bewegt sich schnell, zu schnell für meinen Geschmack und bei km 2 habe ich bereits einen Puls von 167. Eindeutig zu viel! Ich verabschiede mich von meinen Laufkollegen, reduziere die Geschwindigkeit und versuche, mich in MEIN Tempo zu laufen. Mein Magen knurrt ....das Frühstück war wohl doch etwas zu früh und zu wenig gewesen und der Durst lässt auch nicht auf sich warten! Aber kaum sind wir vorbei an den ersten Zuschauern aus Talfingen, ist der erste Verpflegungsstand in Sicht und zumindest meinem Durst kann Abhilfe geleistet werden. Die folgenden km vergehen wie im Flug. Die vielen Eindrücke reissen mich so mit, dass ich die 10 km-Marke verpasse, an der ich eigentlich meine Zwischenzeit überprüfen wollte! Als es über die Herdbrücke in Richtung Rathaus geht, ist die Stimmung nicht mehr zu beschreiben. Menschen über Menschen säumen den Strassenrand und feuern einen mit witzigen Sprüchen an. So dicht an den Zuschauern durch die Stadt zu laufen beflügelt und motiviert für die noch bevorstehende Strecke. Über Neu-Ulm, dann an der Donau entlang geht es in Richtung Halb-Marathonzeitnahme im Kloster Wiblingen. Schön ist es, als es bei km 16 etwas ruhiger wird, nachdem uns die Halbmarathonies verlassen haben. Ich genieße die Ruhe, den Schatten, den nicht asphaltierte Streckenteil und diese nun wieder ganz andere Atmosphäre und konzentriere mich in erster Linie auf mich und meinen Körper. Im Kloster Wiblingen laufen ich mit unter 2 Stunden über die Halbmarathonzeitmatte und freu mich, dass ich mich nach der Hälfte der Strecke noch so fit fühle. Hier treffe ich auch auf meine Handball-Kolleginnen aus Wiblingen, die mich am Versorgungsstand bestens verpflegen und mir für die noch verbleibende Halbdistanz ihre Anfeuerungsrufe mit auf den Weg geben. Durchs Donautal geht es langsam aber sicher wieder Richtung Innenstadt Ulm. Super motiviert, weil ich weis, dass hier irgendwo meine Familie steht, die extra angereist ist, vergehen die km 22-32 wie im Flug. Selbst die Blase, die ich seit km 25 zwischen meinen Zehen verspüren, kann dieser Euphorie keinen Abbruch tun. Meine Augen suchen die Zuschauer nach bekannten Gesichtern ab und ich versäume den Gardena-Wasserpark ? schade! Das Kopfsteinpflaster im Fischerviertel ist schwierig zu laufen, aber die Zuschauer mit ihren lustigen Bannern lenken ab und ehe ich mich versehe bin ich am Cinedome und da endlich höre ich die bekannten Stimmen meiner Familie. Mit Fan T-Shirts und grossem Plakat bewaffnet jubeln sie mir zu und motivieren mich für die wohl längsten, aber eindeutig letzten 10 km der Gesamtstrecke. In der Unterführung zur Schillerstrasse kommt mir die führende Marathonfrau auf ihren letzten Metern entgegen und es kommt für den Bruchteil einer Sekunde der Wunsch in mir auf, mit ihr tauschen zu wollen! Ein paar Meter später ist dieser Gedanke schon längst Vergangenheit, denn da stehen wieder Bekannte und Freunde, die mich auf dem letzten und härtesten Teil der Strecke unterstützend anfeuern. Der Weg nach Söflingen und zurück gestaltet sich dennoch härter als gedacht. Körperlich und muskulär ist alles noch im grünen Bereich und ich fühl mich gut, aber mental gehe ich durch einige Tiefs. Vor allem, als um mich herum immer mehr Läufer von Krämpfen geplagt aufgeben müssen oder aufhören zu joggen, nagt auch an mir die Verlockung, einfach auch mal ein paar Schritte gemütlich zu gehen. Ich lenke mich über Gedanken an schöne Dinge, wie z.B. meinen bevorstehenden Einlauf auf dem Münsterplatz ab und ehe ich mir dessen richtig bewusst werden, bin ich an IKEA vorbei und habe den Münsterturm nun unmittelbar im Blickfeld. Die Schillerstrasse entlang heißt es noch einmal ?Zähne zusammenbeißen?, dann quer durch den Cinedome - was ich echt witzig finde - die im Forum viel diskutierte Rampe runter (die ich -trotz km 41 -nicht schlimm fand) und von da an sind auch die letzten Spuren der mentalen Tiefs wie weggeblasen. Die Menschenmassen, die mich mit ihren Anfeuerungsrufen auf den letzten 1500 m wahrlich ins Ziel tragen, übertreffen Alles, was ich mir für die letzten Meter vorgestellt hatte. Den leichten Anstieg der Hirschstrasse merke ich ebenso wenig, wie meine Blase am Zeh oder irgendwelche müden Muskeln. Im Gegenteil, es ist sogar noch genügend Energie da, um einen kleine Schlusssprint hinzulegen. Wie benommen schwebe ich in der Herrenkellergasse durch den 1.000 und dann durch den 500 m-Bogen, dann die letzte Kurve und da ist es ?das 6 Monate lang ersehnte und nie so nah da gewesene ZIEL des 1. Einstein-Marathons. Mit 3:58:00 überquere ich diese ?magische? Linie, der ich in den letzten Monaten meines Lebens so viel Aufmerksamkeit, Herzblut, Zeit und Schweiß geschenkt habe. Was dann folgt ist ein Gefühl, dass ich sicher mit vielen (Marathon-)Finishern teilen kann. Eine Nebel vom Typ ?Wolke 7?, der sich aus Glück, Zufriedenheit, Stolz, Begeisterung, Freude, Erfüllung und vielen weiteren Komponenten dieser Art zusammensetzt und einen noch Wochen danach schwärmen und schweben lässt (àdie genaue wissenschaftl. Definition des Nebels ist wohl letztlich nicht geklärt, lediglich einzelne Bausteine wurde als ?Endorphine? identifiziert ;-))
Fazit:
Auf die Frage einer Freundin hin ?Michi, würdest Du Dich eigentlich noch einmal für so eine Laufgruppe bewerben?? kann ich heute mit 100-% Überzeugung sagen ?ja, jederzeit?, denn rückblickend hat diese schon fast professionelle Art der Vorbereitung und Betreuung super viel Spaß gemacht; die Entwicklungen und Prozesse, die unsere bunt zusammen gewürfelte Gruppe hin zum Team durchlaufen hat, waren spannend und hoch interessant; ich freu mich, dass ich auf diesem Wege neue, interessante, nette Leute kennenlernen konnte; und last but not least habe auch ich für mich jede Menge Neues über mich, meinen Körper, meine Seele und meinen Geist in Erfahrung bringen können, Erfahrungen fürs Leben eben, die ich auf keinen Fall missen möchte.
DANKE an Dich, Bernd, denn Du hast mich durch Deine Trainingsplänen und persönlichen Ratschläge und Erfahrungen genau ?just in time? zum 25.09. top fit gemacht und mir somit meinen ersten Marathon ermöglicht, der Spass gemacht hat und nicht zum Leidensweg wurde.
DANKE Marlies, Andrea, Karl, Uli und Alexander ? es hat super viel Spass gemacht, mit Euch zu laufen. Schön, dass ich Euch kennenlernen konnte. Für Euch bin ich gerne Sonntag morgens aufgestanden.
DANKE allen Freunden, Bekannten und natürlich meiner Family fürs Anfeuern und Unterstützen.
Bertram Bartl, Halbmarathon
Zeit: 2:16:48
Gesamt: 1775. Platz
M 45: 256. Platz
Abschluss: Geschafft!
Jetzt ist er also geschafft. Und eigentlich war er ja auch gut zu schaffen, der Halbmarathon. Die Vorbereitung in der Laufgruppe mit unserer Trainerin Hanni Zehender war entscheidend. Ohne die Tipps (zum Beispiel den, die Brustwarzen mit Pflaster abzukleben, damit das Trikot nicht scheuert!), ohne den wöchentlichen ?Druck", ohne das Austauschen in der Gruppe wär's sehr viel schwerer, wenn nicht unmöglich gewesen.
Die ersten 10 Kilometer legte ich in 1.01 zurück. Dann wurde es wärmer und ich langsamer. Das Schlimmste waren die Wegstrecken, die man als Schleife laufen musste, die Herdbruckerstraße, die Augsburger Straße und schließlich die nicht enden wollende Schillerstraße.
Am Xinedome kamen mir zwei rettende Engel entgegen. Hanni Zehender und Michael Ringshandl begleiteten mich auf dem letzten Kilometer. Kurz vor dem Ziel konnte ich noch einmal aufdrehen. Ein guter Freund hängte mir im Ziel die Medaille um und gratulierte. Übrigens meine erste Medaille und das mit beinahe 50 Jahren!
Es war von Anfang an klar: Ich würde die 21 km nicht in einer Superzeit schaffen. Aber 2:16 waren für mich, der ich bis vor einem halben Jahr höchstens zum Bus gelaufen und sonst eigentlich nur viel Fahrrad gefahren bin, völlig okay. Viel wichtiger als der sportliche, ist mir der persönliche Erfolg. Zum Beispiel, dass ich durchs Laufen etliche Kilos weg bekommen habe. Und das Gefühl, etwas zu schaffen, das ich mir vorgenommen habe. Das muss ich jetzt nur noch in der Kunst umsetzen. Aber in ein paar Tagen läuft meine bisher größte Ausstellung in Waldhut an, das ist fast schon ein Kunst-Marathon für mich.
Das Laufen werde ich übrigens auch weiterhin nicht lassen. Meine bevorzugte Strecke werden wohl die 10 Kilometer werden, damit fühle ich mich wirklich wohl. Eine Stunde durch den Wald laufen - das ist wirklich entspannend. Vermutlich werde ich auch immer mal wieder in der Gruppe dabei sein - schon der Rezepte wegen, die die Frauen, mit denen ich immer aus Tempogründen unterwegs war, ?laufend" austauschen.
Kathrin Drechsler, Halbmarathon
Heute haben wir 2 Wochen nach dem Tag X und es wird Zeit zurück zu schauen.
Wie schon in meinem anderen Statement erwähnt, bin ich ja den Vorbereitungslauf ganz gut mitgelaufen. War glücklich und stolz zugleich, denn das hätte ich mir und wahrscheinlich viele andere die mich kennen, nicht zugetraut. Aber ich habe es geschafft, allerdings nicht bis zum Schluss. Ich konnte am 25. September am offiziellen Marathon nicht mitlaufen. Ca. 4 Wochen vor dem Marathon-Tag, kamen bei mir gesundheitliche Probleme ins Spiel, die mich zum Aufhören zwangen. Was mir anfangs gar nicht so viel ausmachte, denn eigentlich bin ich ein Bewegungsmuffel. Aber das stimmt jetzt so nicht mehr. Durch das Training habe ich einiges an Kilos verloren, habe eine gute Kondition, mehr Schwung und eine bessere Einstellung gegenüber Stress und Belastungen bekommen. Das alles fehlt mir jetzt gewaltig. Durch die Aufnahme in die Trainingsgruppe wurde mein Leben komplett umgekrempelt, und das hat sich für mich absolut zum Positiven entwickelt. Ich bin sehr glücklich über den Zustand und bin froh zum Laufen gekommen zu sein. Den Einstein Marathon erlebte ich nun als Zuschauer und habe meine Freunde vom Streckenrand angefeuert, so gut ich konnte. Es war ein seltsames Gefühl nicht mitlaufen zu können. Aber mir hat der Tag trotzdem sehr gefallen und ich bin froh, Bernd, Hanni und all die Anderen kennen gelernt zu haben. Sie haben mich ein kleines Stück auf meinem Weg durchs Leben begleitet und der war nicht der einfachste für mich. Deshalb nochmals ein großes Lob an alle die daran beteiligt waren. Ich bleibe dem Laufen treu und freue mich schon darauf bis es wieder heißt: ?Kommt lasst uns für den 2. Ulmer Marathon trainieren?. Ich bin dabei und hoffentlich genau so viele andere auch wieder.
Gerhard Erthle, Halbmarathon
Zeit: 1:42:47
Gesamt: 390. Platz
M 50: 24. Platz
Bericht folgt
Gunter Goll, Halbmarathon
Zeit: 1:53:27
Gesamt: 900. Platz
M35: 216. Platz
Abschluss: Endlich am Ziel!!
Nach einem halben Jahr Training, einigen Höhen und Tiefen war es am 25.09 endlich soweit.
Ziemlich aufgeregt und mit dem Ziel unter 2 Std. zu laufen,(was mir letztendlich auch gelang 1.53 STD) ging ich an den Start.
Die vielen Läufer, die Zuschauer und die gesamte Atmosphäre war beeindruckend.
Dadurch habe ich mich wahrscheinlich zu sehr beeinflussen lassen und mein Tempo zu hoch angesetzt. Was mir zum Verhängnis wurde.
Kurz nach dem Ziel verließen mich meine Kräfte.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal beim Team vom Roten-Kreuz recht herzlich für die gute Versorgung bedanken.
Herzlichen Dank auch an unsere Trainerin Hanni Zehendner die uns super unterstützte.
Ob ich nochmal einen Halbmarathon laufen werde, wird sich zeigen.
Sigrid Ottenweller, Halbmarathon
Zeit: 3:04,59
Gesamt: 857. Platz
W 65: 2. Platz
Abschluss: Quo vadis? Jedenfalls nicht nur Richtung Münsterplatz, sondern auch an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit!
Acht Monate harten Trainings und eiserner Disziplin lagen hinter mir und nun begann nach einem guten Start mein Knie in Höhe von Kilometer 13 seinen Dienst zu versagen! Aber ich war in Begleitung einer aufmunternden Mitläuferin, die mich stetig anfeuerte.
Kennen gelernt hatte ich Doris bei einem 10km Lauf auf der Insel Reichenau einige Wochen zuvor. Was ich damals nicht für möglich hielt, hinter mir gab es noch eine Läuferin. Da wir bei unserem Tempo noch über ausreichend Luft zum Reden verfügten, kamen wir ins Fachsimpeln und am Ende stand die gegenseitige Vereinbarung unsere Großkampftage gemeinsam zu bewältigen. Meine Alpträume von einem Lauf, den ich "alleine" zwischen Pappbechern, Bananenschalen und Straßenkehrmaschinen absolviere, waren damit gebannt! Die spontane Zusage eines mir wildfremden Menschen aus Solidarität und - wie sie sagte - Bewunderung über eine 64Jährige, die sich an solch einer Herausforderung versucht, gehörte zu einer meiner positivsten Erlebnisse während meiner Vorbereitung.
Die 20.000 anfeuernden Zuschauer und die Unterstützung meines an der Laufstrecke hin- und her wandernden Fanclubs aus Familie und Freunden ließen mich auf die Zähne beißen, Adrenalin und Endorphine waren sicher auch noch unterstützend beteiligt und trugen mich nach 3 Stunden und 4 Minuten durchs Ziel auf den Beifall tosenden Münsterplatz.
Aber wo wollte ich wirklich hin als ich mich vor neun Monaten bei der SWP um einen Platz in der Halbmarathon-Gruppe bewarb? Dem Alter ein Schnäppchen schlagen?
"Einen Halbmarathon mit 64 Jahren laufen, wow!" Um dieses erstaunte "Wow" zu hören, musste ich einiges auf mich nehmen. Anfang Februar konnte ich unter Einsatz meiner gesamten Kräfte zwei Minuten am Stück rennen. Beim ersten Treffen der Trainingsgruppe in Söflingen stellte ich meine Trainerin Hanni noch vor die unlösbare Aufgabe ebenbürtige Laufpartner für mich zu finden, schließlich landete ich in einer Gruppe von Postoperierten mit Walking- Stöcken! Aber ich ließ mich nicht demoralisieren und lief von Woche zu Woche ein Stückchen weiter. Meine Zeiten wurden nie berauschend, die Strecke, die ich durchhielt aber immer länger. Eiserne Disziplin war gefragt und da traf es sich gut, dass es einen typischen Steinbock erwischt hatte. Während sich meine Tochter bei 30°C im Schatten auf der Dachterrasse unserer Ferienwohnung räkelte, schnallte ich mir den Pulsgürtel um die Brust und rannte todesmutig durch den römischen Autoverkehr. Ich litt und meine Familie litt! Im Kühlschrank Energie- Drinks, im Waschkeller Berge von Funktionswäsche, der Schuhschrank belegt von Laufschuhen und überall griffbereit die einschlägigen Laufratgeber. Nein, das Alter ließ sich nicht austricksen, aber ich wurde immer beweglicher, fitter, leistungsfähiger, vom Rückgang meiner ehemals schwabbelnden Oberschenkel ganz zu schweigen. Das war zwar nur Kosmetik, tat aber ungemein gut.
?Und nun ist es vollbracht und ich kann absteigen vom Olymp, meinem ganz persönlichen Olymp natürlich!?, dachte ich noch letzte Woche im Ziel ankommend: "Nie wieder! Nie, nie wieder!"
Gestern habe ich mir drei neue Paar Laufschuhe gekauft, man weiß ja, dass man sie nicht lange tragen darf, eine neue Funktionsjacke fürs Training bei Minustemperaturen und da ist ja noch mein Versprechen an Doris mit ihr zusammen den Nürnberger Stadtlauf zu bestreiten, versprochen ist versprochen und außerdem?.quo vadis?
Nirgendwo hin, nur Laufen, Laufen, Laufen, einfach aus Spaß an der Freude!
Der Anfang der Trainingsgruppe
(Die ersten Eindrücke der Kandidaten)
Über 500 Läuferinnen und Läufer, bzw. solche, die es werden wollen, haben auf unsere Ausschreibung für die Plätze in unseren beiden Trainingsgruppen reagiert und eine Bewerbung geschickt. Nach einer Vorauswahl von ca. 50 Personen wurden die 10 Plätze per Losentscheid vergeben. Dabei wurden folgende Personen ermittelt:
Marathon (Trainer: Bernd Hummel)
von links nach rechts:
Marlies Geissler, Ludwigsfeld
Karl Hiller, Ulm
Andrea Messerschmidt, Ulm
Alexander Vogel, Dornstadt
Michaela Vogt, Ulm
Halbmarathon (Trainerin Hanni Zehendner)
von links nach rechts:
Bertram Bartl, Ulm
Katrin Drechsler, Ulm
Gerhard Erthle, Dornstadt
Gunther Goll, Dornstadt
Sigrid Ottenweller, Ulm
In den nächsten Tagen werden wir unsere Kandidaten etwas ausführlicher vorstellen und sie dann auf ihrem Weg zum Marathon bzw. Halbmarathon begleiten.
Betreut werden die beiden Laufgruppen von unserem Trainerstab. Dazu gehören Hanni Zehendner (Halbmarathon), Bernd Hummel (Marathon), Wolfgang Beck und Carl-Heinz Harter.
Für alle, die keinen Platz in diesen beiden Trainingsgruppen bekommen, schon jetzt ein kleiner Trost. Wir bemühen uns derzeit, so viele, zusätzlichen Trainingsgruppen und -kurse zusammen mit Vereinen und Lauftreffs anzubieten und damit die Möglichkeit zu bieten, mit Anleitung bzw. in Begleitung auf den Marathon zu trainieren. Näheres findet Ihr auf der Seite Vorbereitungskurse unter "Ulm läuft".
Außerdem werden wir mit der sportmedizinischen Abteilung der Universität Ulm eine Regelung finden, dass möglichst viele Interessenten sich dort sportmedizinisch durchchecken lassen können. Näheres gibt es in Kürze.
Die ersten Statements der Trainingsgruppen
nach ca. 2 Monaten laufen laufen laufen ...
Marlies Geissler, Marathon
Grünes Licht von der Sportmedizin, Uni Ulm, ich kann Marathon laufen.
Es sind nun fast 2 Monate vergangen, der Trainingsplan gibt mir die Vorgabe 4mal wöchentlich zu trainieren und das musste ich erst in meine Berufliche und private Wochenplanung terminieren, es ist geglückt, funktioniert. Und gibt mir immer noch Spielraum, auch meine Botailhündin Bonny muss nichts Abgeben vom bisher gewohnten ausgiebigen Gassigehen.
Einmal wöchentlich am Wochenende trainiere ich mit meiner Testgruppe unter Anleitung von Bernd Hummel, wir laufen meist 1 ½ Stunden durch Wald und Flur, hügeliges Gelände eingeschlossen, in einer Plusfrequenz, dass wir uns noch unterhalten können und wir uns hinterher einfach super fühlen. Das Training macht, wie kann anders sein, Fortschritte, und ich freue mich schon auf das nächste Treffen.
Unter der Woche trainiere ich mit der TSG-Laufgruppe unser Anleitung von Fritz Fassbinder, hier habe ich eine Gruppe laufstarker Läufer gefunden, die mich Zusätzlich fit machen für den Tag X, wir machen Tempoläufer 1und 3 km hügeliges Gelände 2,5 km den berg rauf , was in einem steckt, runter und nochmals rauf , hier musste ich feststellen, ich muss trainieren, trainieren.Feststellen konnte ich jedoch nach all der Plagerei, dass ich akzeptable Fortschritte betreffend meiner Kondition mache.
Nachdem ich nun schon so einen Trainingsfortschritt erreicht habe , konnte ich natülich nicht abwarten,meine erste Wettkampferfahrung zu sammeln und ich bin den Halbmarathon in Öpfingen am Ostersamstag gelaufen und es war, um bescheiden zu bleiben, gut. Ich wusste wo ich stehe, meine Laufstrategie zu ändern und das Angebot im rhea plus wahrzunehmen,als Begleittraining Rücken,Bauch und Beine zu stabilisieren.
Ich bin mir ziemlich sicher ich werde in den nächsten Wochen und Monaten noch eine spannende Trainingsphase mit meinen tollen Lauftrainern und Gruppe erleben.
Karl Hiller, Marathon
"Der Weg ist das Ziel " oder: Warum Marathontraining das Leben mit seinen Höhen und Tiefen widerspiegelt
1° Vorbereitungsphase (Januar 05 bis März 05)
Nachdem mein Entschluss gefasst war, am Einsteinmarathon teilzunehmen, beschloss ich, mein bisher regelmäßiges Lauftraining 2-3x pro Woche ca. 12-14km in 80 Minuten mit einem längeren 20km-Lauf pro Woche zu ergänzen (im Januar). Danach erhöhte ich die lange Distanz im Februar auf 25km und im März auf 30km (2x gelaufen), um zu testen, ob ich wohl im September die Marathondistanz bewältigen würde. Die äußeren Bedingungen (Schnee, Eis, Kälte) sollten die Laufhärte trainieren, der Körper sollte sich auf die lange Distanz umstellen. Dies gelang am Anfang zwar mit viel Mühe , aber dennoch nahm der Erschöpfungszustand auf derselben Distanz bei Wiederholung des Laufes immer mehr ab, sodass ich nach 11 Wochen einen subjektiv optimalenTrainingszustand erreichte.
Nicht verschwiegen werden soll, dass die Distanzen von 25 und 30 km in einer Zeit zwischen 2 1/4 und 2 3/4 Stunden beim ersten Mal stets mit einer "Reise ins Innerste des Körpers" verbunden mit Sehnen-,Muskel-und Koordinationsproblemen während des Laufs verbunden waren, und der "innere Schweinehund" bekämpft werden musste, der da rief: "Gehen, Aufhören, aufs Rad umsteigen, 30km läuft man doch nicht, die fährt man...".
Trotzdem: Das Gefühl NACH dem langen Lauf, beim Entspannungsbad in der Badewanne, war unbeschreiblich schön.
2° Sportmedizinische Untersuchung und Laktattests
Meine subjektiv positive Einschätzung meines Trainingszustandes wurde bei der sportärztlichen Untersuchung bestätigt, da der " 49-jährige Patient ( sic!) sich in einem sehr guten AZ und EZ befindet (...), bodyplethysmographisch normale Atemwegswiderstände aufweist und beim Laufband die rel.Maximalgeschwindigkeit von 18km/h ein altersentsprechend gutes Ergebnis sind".
Ein Laktattest im Freien, bei dem 3x20 Minuten im Geschwindigkeitsbereich 8/10/12km/h gelaufen wurden, bestätigten die aktuelle Fitness und stellten den Pulsbereich für das weitere Lauftraining besser ein.
Fazit: Bisher alles richtig gemacht!?(siehe unter Punkt 4!)
3° Start des Trainings in der Trainingsgruppe (drei Frauen, zwei Männer) von Bernd Hummel ab 13.März 2005
Nach der medizinischen Untersuchung und einem Einstimmungslauf mit Olympiasieger Dieter Baumann war es endlich soweit: Die ersten gemeinsamen Läufe,bei denen man begann sich kennen zu lernen, fingen an. Die Stimmung war gut, erst bei Tempoverschärfungen und am Berg versiegte der Redefluss mancher Teilnehmerinnen, denen es jedoch meistens gelang, die Frequenz der gesprochenen Worte proportional zur Schrittfrequenz zu halten: Damit waren wir beim aeroben Training angelangt, der Grundlagenausdauer, bei der nur so schnell gelaufen werden sollte, dass man sich noch unterhalten konnte.
Es stellten sich erste Abstimmungsprobleme beim gemeinsamen Training ein, da sich bei Hobbyläufern Beruf und Zeitpunkt des Lauftrainings nicht ohne Weiteres koordinieren lassen. Dies dürfte für die gesamte Vorbereitungsphase gelten.
Unser Trainer Bernd Hummel, das heimliche Vorbild aller auf Grund seines unmenschlich langen Donaulaufs, lief immer locker mit, händigte uns die monatlichen Trainingspläne aus und sorgte durch seine nette, umgängliche Art und mit praxisbezogenen Trainingstipps für eine stressfreie erste Vorbereitungsphase.
Bilanz: In einer Wohlfühlgruppe stresst bisher nur die laktatsaure Muskulatur
4° Nomen est omen ? Hillers Probleme mit der AcHILLE(R)sSehne ( ab März 2005)
Das Gefühl, bisher im Training alles richtig gemacht zu haben, war vorschnell und trügerisch: Seit März wollten Schmerzen, die nach den Trainingsläufen an der Achillessehne des rechten Fußes auftraten, nicht mehr, wie vorher, nach 2 Tagen schwinden , sondern waren permanent vorhanden. Selbst nach einer zweiwöchigen Trainingspause in der Osterzeit klangen die Beschwerden nicht ab.
Der Ulmer Sportarzt Dr. Christoph Buck verordnete zuerst eine physiotherapeutische Behandlung beim Mann mit dem eisernen Daumen, Hansi Eller von Reha Plus, die zwar die Schmerzen linderte, aber nicht behob. Eine Kernspintomographie ergab, dass eine Entheropathie d.h. eine Entzündung der Sehne beim Übergang zum Knochen des Fußes und eine Achillodynie (Sehnenreizung ) vorlag. Nach einer Cortisonspritze (gegen die Enzündung) und einer weiteren Woche Trainingspause stieg ich am 21. April wieder ins Lauftraining ein: Zwar sind die Beschwerden nicht ganz abgeklungen, aber ein sofortiges Kühlen der Achillessehne nach dem Lauf, unterschiedliche Laufschuhe, Einlagekeil im Schuh und keine Bergläufe sind die traditonellen Gegenmaßnahmen, um diese typische Läuferkrankheit "Achillodynie" in den Griff zu bekommen. Die Ursachen sind meistens Überlastung durch zu intensives Training, falsche Schuhe oder falscher Laufstil.
Habe ich in der Vorbereitungsphase vielleicht doch zu intensiv trainiert? (siehe Punkt 2)
Leider sind die Beschwerden kurzfristig meistens nicht zu beheben und klingen oft nur bei einer Trainingsreduzierung oder längeren Pause ab.
Gretchenfrage: Wie lange kann ich pausieren bzw. dosiert trainieren und dennoch den Einsteinmarathon im September bestreiten oder droht gar ein Ausstieg ?
5° Mein persönlicher Ausblick (ab Mai 2005)
Version 1: Nach Wiedereinstieg ins Training halten sich die Achillessehnenbeschwerden in Grenzen, der frühere gute Trainingszustand wird im Juli wieder erreicht und bis zum September gehalten und ausgebaut, der Marathon wird in einer Zeit unter 4 Stunden bewältigt.
Version 2: Nach 6 -wöchigem Training zwingen wieder auftretende Schmerzen zu einer weiteren Zwangspause. Die Bestreitung des Marathons ist fraglich.
Version 3: Ausstieg wegen akuter Beschwerden und zu langer Trainingspausen
Resümee:
Einerseits ist Sport die schönste Nebensache der Welt und sollte es auch bleiben,
andererseits gehört der tägliche Kampf mit den Unbilden des Alltags, das Wegstecken von Rückschlägen, die Frustrationstoleranz zu den charakterbildenden Eigenschaften im Leben, wie sie gerade beim Sporttreiben und nachgerade beim Laufen gefördert werden.
Welche Seite behält die Oberhand?
Antwort am 25.September 2005.
Andrea Messerschmitt, Marathon
Nach 6 Wochen Training überwiegen bei mir die positiven Erfahrungen. So fällt mir das Laufen jetzt viel leichter, ein Berg ist kaum mehr schlimm. Früher war eine Stunde viel, jetzt sage ich schon ?nur? eine Stunde laufen. Gut gefallen haben mir die Stunden im ?reha plus? und die Motivation durch unseren Trainer Bernd. Ich freue mich immer auf Sonntags, wenn wir in der Gruppe laufen, nette Leute und tolle, unbekannte Laufstrecken.
Schwierig war für mich die vorgegebenen (hohen) Pulswerte einzuhalten und das Joggen mit dem Zwillingskinderwagen. Anstrengend waren die ersten drei Wochen: Von 1mal pro Woche joggen steigern auf 4mal pro Woche. Alleine laufen fällt mir immer noch schwer und nach einer Nacht mit wenig Schlaf muss ich mich doch ganz schön überwinden loszulaufen, aber sobald ich laufe fühle ich mich super und danach bin ich viel fitter als vorher.
Alexander Vogl, Marathon
Der Gedanke und die Versuchung sich bei der Südwest-Presse für die Laufgruppe Marathon zu bewerben.
Am Anfang war die Spontanität und der Wille das Rauchen endlich aufzugeben und sich einem Marathon zu widmen.
Als dann auch noch der Marathontermin auf meinen Geburtstag fällt, dachte ich mir, machst du dir damit selber ein Geschenk und packst dies an und beweist es dir selber.
Aber ehrlich gesagt glaubte ich nicht recht daran, dass ausgerechnet ich für diese Laufgruppe auserwählt werden sollte.
Als ich mich dann erstmalig mit Bernd zu einer Laufeinheit im Zuge der Vorauswahl getroffen habe , war mein Willen vollends verflogen, denn ich war nicht nur körperlich sehr niedergeschlagen und hab alle meine Hoffnungen nach dieser Einheit aufgegeben.
So wie ich geschnauft habe, dachte ich ehrlich daran, dass Bernd sagt, dieser Mann kommt mir nicht ins Team. Doch es kam alles anders und die Freude war doch riesig, als der Anruf kam, ich bin dabei.
Der Gedanke Marathon war schon lange da, doch nur alleine hätte ich diesen sicher nicht durchgezogen und hätte sicher bald wieder aufgegeben. Als wir uns alle zusammen dann das erste mal getroffen haben, bekam ich wieder einen Rückschlag. Alle anderen sind so sportlich, rauchen nicht und haben auch keine Gewichtsprobleme, und dann ich, mitten drin in dieser Gruppe, mit meinen Lastern und meinem damaligen Rauchkonsum. War danach schon ziemlich bedrückt und dachte doch erstmalig wieder daran aufzugeben, weil ich das eh nicht durchhalten würde. Doch nach unserer 1. gemeinsamen Laufeinheit zusammen war doch alles anders, ich musste mit meinem falschen Ehrgeiz und Übermut den anderen doch beweisen, dass ich locker mithalten kann und zeigte nur geringe Schwäche, was ich bitterlich zu spüren bekam, im Zuge von Muskelkater und Abgeschlagenheit.
Obwohl ich nach der sportmedizinischen Untersuchung durch die Universität mit einem Puls von ca. 145 laufen sollte gingen meine Werte bei diesem ersten gemeinsamen Lauf doch über 160, was ich aber gravierend die darauf folgende Woche merken sollte. Alle Glieder, Bänder und Muskeln waren total übersäuert und schmerzten dann entsprechend.
Nach dieser 1. Laufeinheit stellte sich mir schon die Frage, was tust du dir da eigentlich an. Aber nachdem ich mit Bernd darüber geredet habe und er mich auch sofort wieder animierte, in meinem vorgegebenen Wert zu laufen, war mein 2. gemeinsamer Lauf mit der Gruppe schon viel zwangloser und machte mir sogar richtig Spass. Seit dieser Trainingseinheit macht mir laufen richtig Spass und ich möchte meine wöchentlichen Laufeinheiten auch am Abend nicht mehr missen.
Meine ersten Erkenntnisse sind, dass das Gewicht noch um 10 Kg runter muss.
Ich änderte bewusst meine Ernährung und musste auch, nachdem ich im Südwestpresse Forum mit Mücke geredet habe auf meinen geliebten LKW-Wecken verzichten. Stellte von jetzt auf nachher mein Rauchverhalten ein, was mir durch das Laufen doch Überraschen leicht gefallen ist. Ich muss daher sagen, es lohnt sich für jeden.
Diese Lebensverbesserung ist ein unheimlich gutes Gefühl. Man fühlt sich schon morgens viel erholter, hat den Kopf frei und geniest wieder richtig den Tag. Auch meine Konditionsprobleme haben sich in diesen ersten Wochen des Trainings sehr zum Guten gewendet. Damit haben auch die ersten Pfunde begonnen, sich von mir zu trennen.
Nun werden wir auch noch im Bereich Fitness von Reha-Plus betreut, was ich für sehr wichtig empfinde. Alleine die Muskeln welche bisher nicht beachtet und bearbeitet wurden, werden nun Dank der super Betreuung durch Olga auch mit in das Training einbezogen und gedehnt.
Somit ist mein erstes Resultat in diesen ersten Monaten nur positiv und auch wenn es Anfangs mir doch sehr schwer gefallen ist, hat es sich bisher sehr gelohnt für mich und ich weiss, dass ich das Ziel Marathon auf eigenen Füssen erreichen werde. Dies liegt sicher auch daran, dass wir in der Gruppe ein tolles Team geworden sind und ich mit allen reden kann und man sich super versteht, keiner will dem anderen was beweisen und alle zusammen sind ein super nettes Team.
Besonderen Dank möchte ich Bernd aussprechen, der uns immer wieder mit seiner Erfahrung motivieren kann und sage daher Danke Bernd, Marlies, Michaela, Andrea, Uli und Karl.
Michaela Vogt, Marathon
Zwei mal fünf machen sich auf den Weg ?und ich bin Eine davon.
Als der Anruf kam, dass ich für das Marathonteam ausgelost wurde, konnte ich es zunächst nicht ganz glauben und schon gar nicht realisieren. Schon einen Tag später plagten mich die ersten Zweifel: ?Hab ich mich da nicht doch übernommen? Schaffe ich es, alles unter einen Hut zu bringen? Sollte ich nicht doch lieber ?nur? den Halbmarathon machen?? Aber auf der anderen Seite war da mein inneres Ich, das mir signalisierte: ? wenn Du es unter 700 Bewerbern ins Team geschafft hast, dann ist das ein Wink des Schicksals und da gibt es nichts mehr zu überlegen!?.
Zu Beginn ist der Ergeiz groß und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich richtig losgeht. Nachdem die Sportmedizin der Uni endlich grünes Licht gibt und wir die individuellen Trainingspläne erhalten, stellt sich bei mir schnell Ernüchterung ein. Die 40-50 km, die ich pro Woche absolvieren soll, entpuppen sich als zeitintensiver als ursprünglich gedacht. Vor allem die längeren Strecken sind ungewohnt und strengen mich ganz schön an. Das hatte ich mir leichter vorgestellt. Die Leute in der Gruppe sind nett, aber das Laufniveau ist unterschiedlich und als ich beim ersten gemeinsamen, sonntäglichen Lauf hinter dem Rest herlaufe und als Schlussläuferin ankomme, ist mein Frust riesig. Nicht nur das frühe Aufstehen (9 Uhr am Sonntag ist wirklich nicht meine Zeit!) sondern auch noch Schlusslicht. Das erste schwarze Loch?
Als ich dann von den anderen Teammitgliedern höre, dass die ebenfall mit ihren Problemchen zu kämpfen haben, sei es das Tempo, die Knochen etc., relativiert sich die Situation für mich. Alles doch nicht so schlimm!
Ich trainiere also weiter nach Plan, halte mich an die vorgeschlagenen Trainingseinheiten, habe Spass beim Laufen mit Bekannten und Freunden, kann riesige Portionen essen ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen, fühle mich körperlich und seelisch pudelwohl??.und hoffe, dass dieses Gefühl noch lange anhält und das nächste schwarze Loch noch weit entfernt von mir ist!
Bertram Bartl, Halbmarathon
Meine Krankenkasse darf sich freuen: Ich habe ein paar Kilo abgenommen, mein Ruhepuls ist niedriger, die Blutdruckwerte sind besser. Ich fühle mich ausgeglichen, reagiere gelassener auf Stress. Aber das Laufen ist richtige Arbeit, wenn die erste Steigung schon nach 200 Metern kommt, nicht aufhören will, und die Laufgruppe im selben Tempo die Steigung hinauftrabt wie sie in der Ebene voran kommt. Dann muss ich den inneren Schweinehund nicht nur einmal bekämpfen. Und ich frage mich, warum ich das Ganze auf mich genommen habe. Die Natur genießen kann ich nicht, der Blick heftet sich an die Ferse des Vordermanns bzw. der Vorderfrau, und ich versuche die Stunde, die für das Training angesetzt ist, zu überstehen. Weil das für den Anfang zu hart war, habe ich einen Gang zurück geschaltet und laufe jetzt in der langsameren Gruppe mit.
Am Samstag habe ich meinen ersten Lauf-Wettbewerb bestritten. Das ging ganz gut, auch aufgrund der Betreuung durch meine Trainerin Hanni Zehender, die die letzten beiden Kilometer neben mir herlief und mich durch gutes Zureden motivierte. Zwar hat mir mein Sohn acht Minuten abgenommen, aber für mich zählt eher der olympische Gedanke. Eine Leistungssteigerung hin zu schnellerem Laufen kann ich mir zwar vorstellen, sie steht aber nicht an erster Stelle.
Ich laufe, weil es mir Spaß macht und weil es offensichtlich auch gesundheitsfördernd ist. Übrigens: Das Laufen mit der Pulsuhr kann ich nur empfehlen. So weiß man genau, was man sich zumuten darf und was besser nicht.
Kathrin Drechsler, Halbmarathon
Am 31.12.04 habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen mich für die Trainingsgruppe des Einstein?Marathons zu bewerben, allerdings mit nur geringer Hoffnung ausgewählt zu werden.
Warum?
Ich wollte mir es selbst beweisen, solch ein ?Vorhaben? zu schaffen, ich wollte wissen, ob es sich mit Sport wirklich besser lebt wie viele behaupten und ich wusste wenn ich es schaffe dann nur mit Druck. Als dann Ende Januar der Anruf kam, dass ich für die Halbmarathongruppe ausgewählt wurde, war ich völlig überrascht und skeptisch. Schaffe ich es oder nicht?
Dank meines Mannes habe ich nicht abgesagt und an mich geglaubt. Also ging es dann los. Wir haben unsere Laufschuhe angezogen und sind trotz des Schnees losgelaufen. Erst waren es 5 min. laufen und 10 min. gehen, was total anstrengend war. So waren meine ersten Versuche. Zu meinem Erstaunen machte ich schnelle Fortschritte und es wurde von Woche zu Woche besser. Dann bekam ich einen Trainingsplan von Hanni Zehendner an dem ich mich orientieren kann. Heute laufe ich 2x pro Woche mindestens 60 min. und 1x einen langen langsamen Lauf und muss feststellen, Laufen macht Spaß. Ich bin froh in die Trainingsgruppe aufgenommen worden zu sein und dankbar für die Unterstützung aus meiner Familie, meinem Freundeskreis und meinem Arbeitgeber.
Gerhard Erthle, Halbmarathon
Seit März diesen Jahres nehme ich am Lauftraining mit Hanni Zehendner in der TSG-Gruppe in Söflingen teil. Zum einen macht joggen in der Gruppe mehr Spaß als alleine, wobei ich mich insbesondere in der Söflinger Gruppe sehr wohl fühle. Zum anderen bemerke ich inzwischen wesentliche Fortschritte.
Anhand von zwei Laktatwert-Messungen konnte ich meine optimale Pulsfrequenz ermitteln, so dass es mir mit der Zeit leicht fiel, etwas schneller zu laufen. -- Zugegeben, anfangs hatte mich das Training sehr angestrengt, damals musste ich des öfteren an meinen Freund denken, der mich für den Halbmarathon angemeldet hat!
Manchmal stand ich kurz davor, in eine "langsamere" Gruppe zu wechseln. Doch regelmäßiges Training zweimal pro Woche (1 und 1,5 Std.) zusätzlich zu meinem normalen Laufpensum, bewirkte bald eine Steigerung meiner Schnelligkeit und vor allem auch der Ausdauer.
Früher erhöhte sich bei schnellerem joggen mein Puls erheblich, ich wurde bald müde, was nun nicht mehr der Fall ist. Ich kann gut mit der Gruppe mithalten (außer bergauf !), es macht mir richtig Spaß! Durch das Training in Söflingen lerne ich zudem immer wieder neue Laufwege in der Ulmer Umgebung kennen. Außerdem habe ich durch das intensive Training ca. 5 kg abgenommen, was ich als angenehmen Nebeneffekt empfinde.
Generell kann ich sagen: ich fühle mich zur Zeit körperlich rundum fit und möchte Joggen auch als Ausgleich zur Berufstätigkeit bestens empfehlen. Dem Einstein-Halbmarathon im September sehe ich mit gutem Gefühl entgegen.
Gunter Goll, Halbmarathon
Als ich an den Weihnachtsfeiertagen mit meiner Familie die Bewerbung für den Einstein-Marathon ausfüllte, dachte ich das wäre schön, wenn es klappen würde. Nach der Bauphase für unser Haus, könnte das ein guter Einstieg sein um wieder mehr Sport zu treiben.
Als Bernd Hummel mich anrief und zu einem Probetraining eingeladen hat, war ich total überrascht. 2 Tage später bekam ich dann die Zusage für die Aufnahme ins Halbmarathon -Team. Mit Beginn des Trainings bekam ich Probleme mit dem Rücken (wahrscheinlich auf die Arbeit und den Stress am Bau zurückzuführen). Die aber nach 4 Wochen verschwanden.
Im Moment sind es die Knie, die mir etwas Probleme machen. Mittlerweile bestreite ich Trainingsläufe um die 1 1/2 Stunden. Unter der Woche morgens oder abends, einfach wenn es mal reinpasst. Sonntags laufe ich alleine oder in der Gruppe. Ab und zu begleiten mich meine Töchter mit dem Rad oder den Inlinern. Das schwierigste für mich ist alles unter einen Hut zu bekommen: Arbeit, Haus und Familie. Durch meine Schichtarbeit schaffe ich es einfach noch nicht "regelmäßig" zu trainieren. Manchmal dachte ich, warum tust du dir das alles an? Aber jeder Trainingslauf ist für mich ein Abschalten vom Alltag.
Anmerkung zum Schluss: Trotz Halbmarathon werde ich auf meinen "LKWecken" nicht verzichten.
Sigrid Ottenweller, Halbmarathon
Zunächst hatte ich nicht gedacht, dass es mir gelingen könnte in so kurzer Zeit so große Fortschritte zu machen. Ich hatte schon immer den Wunsch, einmal an einem Marathon teilzunehmen. Da ich die Älteste in der Trainingsgruppe bin, fällt es mir nicht leicht mit meinen Mitstreitern Schritt zu halten, mein Ehrgeiz das Ziel zu erreichen ist aber doch so groß, dass ich mich stetig motivieren kann. So habe ich auch während meines dreiwöchigen Urlaubs in Rom jeden zweiten Tag mein Lauftraining fortgesetzt und dies in der herrlichen Kulisse der Via Appia Antica.
Zwischenzeitlich kann ich eine Stunde oder 10 km gut durchlaufen. Wenn ich bedenke, dass ich anfänglich bereits nach wenigen Minuten völlig außer Atem war, empfinde ich meine Fortschritte als großen persönlichen Erfolg. Ohne die umfassende und professionelle Unterstützung meiner Trainerin ? Hanni Zehendner ? hätte ich dies nie erreichen können.
Ob es mir letztlich gelingt die gesamte Strecke zu bewältigen, kann ich jetzt noch nicht abschätzen, oft denke ich ?das schaffe ich doch?, dann wieder ?das schaffst Du nie?, ich werde aber mit Sicherheit nicht aufgeben und mein Bestes versuchen.
Zwischenberichte einen Monat vor dem Wettkampf
Karl Hiller, Marathon
Teil II
"Das Ziel rückt immer näher " oder: Wie beim Training auf den Einstein-Marathon das subjektive Empfinden relativ trügerisch wird.
Eine Bilanz der Monate Januar bis Juli 2005 belegt, dass ich nunmehr 1300 Laufkilometer zurückgelegt habe, ca. 400 km auf dem Rad gefahren bin und und sehr genau meine Laufgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Pulsfrequenz, der Tagesform, den Wetterbedingungen und dem Streckenprofil einzuschätzen weiß. Waren anfangs Läufe, die 1 Stunde bis 1 1/2 Stunden dauerten, subjektiv gesehen "Ausdauerläufe", so werden in den letzten Monaten ebendiese subjektiv als "kurze" Läufe empfunden und die wahren Ausdauerläufe beginnen erst ab 2 bis 2 3/4 Stunden. Es ist eben alles relativ im Leben, wie schon Ulms berühmtester Denker Albert Einstein konstatiert hatte.
Auch das subjektive Empfinden, dass man doch genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und sich ausgewogen ernährt wird ab dem Zeitpunkt trügerisch, wo es Strecken über 20km zu bewältigen gibt und sich erste Verkrampfungen in der Muskulatur bemerkbar machten. So ist ein weiterer Nebeneffekt des Marathontrainings die geschärfte Wahrnehmung der täglichen Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Training in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung, die auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr abzielt.
Das erfreuliche Ergebnis ist ein psychologisch gutes Gefühl, die Energieverluste beim Laufen auf gesunde Art und Weise ausgeglichen zu haben und die Basis für ein positives Körpergefühl gelegt zu haben. Dies wandelt den Spruch "Sport ist Mord" um in "Sport kann mordsmäßig Spaß machen und sogar gesund sein"!
Zum Faktor Spaß trägt natürlich auch das Gruppenerlebnis bei, das beim gemeinsamen Trainieren in der Trainingsgruppe am Sonntagmorgen beim Austausch der Erlebnisse der vergangenen Woche eintritt. Amüsante Schilderungen des Alltags, lustige Begegnungen und Erfahrungen,Kochrezepte,Ernährungs- und Diättipps , Anekdoten und Geschichten, die das Leben schrieb, all dies lockert die Atmosphäre auf, lenkt vom "Kilometerfressen" ab und relativiert wiederum die subjektiv empfundene Anstrengung.
Einen großen Anteil am lustvollen Leiden beim Laufen hat unser Teamtrainer Bernd Hummel , der uns seine Lebensphilosophie vom Laufen "das Spass machen muss" vorlebt und vermittelt. Immer gut gelaunt, den Schalk in den Augen, aber doch konsequent in der Betreuung und Trainingsplanung seiner leistungsmäßig heterogenen Gruppe , ein Glücksgriff!
Was überwiegt nun beim Rückblick auf die letzten beiden Trainingsmonate?
Die überwältigenden Naturerlebnisse bei Trainingseinheiten am frühen Morgen, in abgelegenen Tälern, über denen würdevoll ein Bussard seine Kreise zieht und ein Fischreiher vor dem lärmend sich nähernden Lauftross Reißaus in die Lüfte nimmt? Die überwältigende Erinnerung an manchen während eines Schüleraustauschs im Mai auf der Halbinsel Crozon absolvierten Trainingsparcours auf einem von Klippen gesäumtem Pfad am Atlantik, welcher quer durch eine gelbblühende Ginster- und Heidekrautlandschaft im aufgehenden Sonnenlicht führte, akustisch vom Branden der Wellen und dem Krächzen der Möwen untermalt?
Oder doch das gute Gefühl, die größten Vorbereitungsanstrengungen auf den Einsteinmarathon hinter sich gebracht zu haben und in die letzte entscheidende Phase einzutreten, die einen für die Trainingsmühen entlohnt?
Vielleicht aber auch die Vorfreude auf den befreienden ersten Meter nach Kilometer 42,195?
Nach dem Prinzip "Stillstand ist Rückschritt" lege ich auf alle Fälle für das Finale den Vorwärtsgang bzw. -lauf ein und tröste mich damit, dass 42,195 km eigentlich nur relativ lang und relativ anstrengend sein dürften.
Denn es gibt ja auch noch Bergmarathons, den 100km-Lauf von Biel, Ultratriathlons und Donauläufe, die noch länger und anstrengender sind...
Michaela Vogt, Marathon
Teil II
Wenn man zurückblickt, ist ja immer alles gar nicht mehr so schlimm?dennoch kosten die immer länger werdenden Trainingseinheiten ziemlich viel Kraft und auch der Freizeiteinsatz und Zeitaufwand, den man dafür erbringen muss, wird nicht weniger. Nur noch 7 Wochen bis zum Ziel und körperlich sowie konditionsmäßig fühle ich mich auf dem besten Weg dorthin.
Die Leute in der Marathon-Trainingsgruppe kennt man mittlerweile recht gut, denn die 2-3 Stunden gemeinsames Laufen am Sonntagvormittag bieten ausreichend Gelegenheit für das ein oder andere ?Schwätzchen?. (Gott! 2-3 Stunden laufen - man geht mittlerweile mit diesen Zeiten um, als hätte man nie etwas anderes in seinem Leben gemacht, dabei sind wir gerade mal 5 Monate im Training.) Aber genau diese sonntäglichen Läufe haben sich längst zum wöchentlichen Highlight entwickelt. Nicht zuletzt auch wegen der von Bernd, Woche zu Woche neu und liebevoll ausgewählten Laufstrecken. Schön ist auch, dass sich das ein oder andere Mal Gastläufer dazugesellen, was für Trainer, Trainingsgruppe und den Spaß an der Sache spricht. Um der Sommerhitze auszuweichen und wenigstens die zweite Hälfte des sonntags noch zur freien Verfügung zu haben, stehe ich mittlerweile gerne Sonntag morgens um 8 Uhr(!) am Treffpunkt - bis vor 4 Monaten noch ein absolutes NOT POSSIBLE! Nach den langen Läufen ist dann meist erstmal Regeneration in Form von ?Extrem-Couching? angesagt.
Zurückkommend auf die schwarzen Löcher aus meinem ersten Statement bleibt mir zu sagen, dass sie nach wie vor da sind. Tage, an denen man beispielsweise dem Rest der Gruppe hinterherläuft und sich fragt, ob einem einer Kleber an die Schuhsohlen gemacht hat! Und dann zwickt es ständig irgendwo - kaum sind die Knieprobleme weg, schmerzt die Achillessehne usw. Aber auch das relativiert sich letztlich wieder, weil jeder in der Gruppe (s)ein ?Wehwehchen? hat. Und, wenn mir vor 5 Monaten jemand erzählt hätte, dass ich irgendwann mal lieber ?bergauf? als ?bergab? laufe, so hätte ich mich kopfschüttelnd umgedreht und die Person für verrückt erklärt!
Fazit:
Tja, Dinge ändern sich und das ist gut so. Ich freu mich auf den 25.09., auch wenn ich weis, dass die verbleibenden 7 Wochen noch einmal in jeglicher Hinsicht hart werden.
Kathrin Drechsler, Halbmarathon
So, bald ist es nun soweit. Es sind noch ca. 4 Wochen bis zu unserem großen Tag. Langsam bekomme ich ein mulmiges Gefühl. Vor kurzem hat mich meine Mutter auf dem Fahrrad begleitet, damit ich endlich mal weiß, wie lange meine Trainingsstrecke wirklich ist. Zu unserem Erstaunen ist die Strecke tatsächlich 18 km lang. Ich war total überrascht, dass ich diese Strecke ohne Probleme gelaufen bin. Sogar unseren Urlaub haben wir aufs laufen eingestellt, und sind nach Österreich gefahren, um bei angenehmen Sommertemperaturen unser wöchentliches Trainingspensum zu laufen. Allerdings war es dann doch manchmal demotivierend andauernd nur bei Regen zu laufen. Aber auch das haben wir geschafft, und es hat Spaß gemacht.
Als wir zurückkamen habe ich in der Südwest Presse den Bericht über Hanni Zehendner und Bernd Hummel gelesen, dass es auch keine Schande ist mal eine Woche im Urlaub mit dem laufen auszusetzen. Gesagt und getan, und ich muss sagen, ich konnte es kaum erwarten wieder zu laufen.
Vergangenen Sonntag bin ich den 21 km Vorbereitungslauf an der Donau mitgelaufen, und bin die Strecke in einer für mich sehr akzeptablen Zeit gelaufen. Nachmittags habe ich dann mit einem bekannten telefoniert, und der sagte dann zu mir am Telefon. ? Es ist richtig, bei Vorbereitungsläufen ein gemäßigtes Tempo zu laufen!? Dann bin ich ja mal gespannt, in welcher Rekordzeit ich den Einstein- Halbmarathon laufe, wenn ich dann richtig ? aufdrehe?.
Gerhard Erthle, Halbmarathon
Teil II
Seit drei Wochen habe ich mein Trainingspensum von zwei auf drei Einheiten erhöht. Gleichzeitig verlängerten sich auch die Laufzeiten auf 75 bzw. 120 Minuten. Diese Umstellung fiel mir anfangs sehr schwer. Manchmal musste ich mich wirklich zwingen, die vielen Kilometer hinter mich zu bringen. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt - joggen macht mir nach wie vor Spaß!
Ich hatte gehofft, mein Körpergewicht würde sich durch das erhöhte Trainingspensum noch weiter verringern, dies ist jedoch nicht eingetreten. Trotzdem fühle ich mich zur Zeit rundum sehr wohl! Ich denke, ohne joggen würde mir doch etwas fehlen!
Außer dem Laufen selbst gefällt mir vor allem auch, wenn unsere Trainerin Hanni Zehendner von langjährigen Erfahrungen und Episoden ihrer "Sportkarriere" erzählt. Dadurch ist das Training immer sehr kurzweilig und amüsant!
Gunter Goll, Halbmarathon
Teil II
Mit meinen Laufschuhen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Nachdem ich mehrere Blasen am Fuß hatte habe ich mir neue gekauft.
Danach hatte ich keine Beschwerden mehr, sogar meine Knieschmerzen sind mit den neuen Schuhen verschwunden.
Meine Trainingsläufe sind nun auch regelmäßig Dienstag, Donnerstag und Sonntags. Wobei es mir in der Gruppe viel mehr Spaß macht,als allein .
Ab jetzt laufen wir einen langen Lauf pro Woche ( ca. 2Std.).
Mitte August geht es 2 Wochen in den Urlaub, wo natürlich auch trainiert wird.
Sigrid Ottenweller, Halbmarathon
Teil II
Sieben Monate sind vorüber, seit ich mich für die Trainingsgruppe des Einstein Halbmarathons gemeldet habe. Monate harten Trainings mit Rückschlägen und Zweifel, aber auch Lauferfolgen und stetigem Vorwärtskommen. Dass es so mühevoll ist hätte ich nicht gedacht, dass ein Laufanfänger so viel in dieser Zeit erreichen kann aber auch nicht.
Vergangenen Sonntag habe ich mich dann meinem ersten Wettkampf gestellt. Meine Trainerin, Hanni Zehendner, riet mir vor dem Einsteinlauf in Ulm, auch mal die Situation bei Wettkämpfen zu testen und Erfahrungen mit dem Procedere solch einer Veranstaltung zu sammeln.
Am frühen Morgen war Start zum ?Hornissenlauf? in Kusterdingen. 511 Mitstreiter trafen sich zum 10km Lauf auf den ?Härten?, so wird das Gebiet südöstlich von Tübingen genannt und ich hoffte der Name wäre nicht Programm für mich.
Um nicht völlig abgeschlagen als Letzte einsam und alleine die Strecke bestreiten zu müssen, platzierte ich mich beim Start ganz nach vorne, der kleine Vorsprung sollte mir die Begleitung anderer Läufer sichern, so die Einsatzstrategie! Der Startschuss fiel und nach 500 Metern waren für mich nur noch diverse Schuhsohlen auszumachen, nach einem Kilometer hatte ich freie, ungestörte Sicht auf die herrlich blühenden Felder vor mir. Alleine, aber keineswegs einsam lief ich mit dem netten und freundlichen Herren auf dem Fahrrad hinter mir, der als sog. ?Besenwagen? hervorragende Coach- Funktionen entwickelte und den aufmerksamen Augen der Krankenwagenbesatzung, die mir im einsatzbereiten Abstand folgte. Angetrieben vom Motto: ?Dabeisein ist alles!? kam ich mit 1:23:25 Std. ins Ziel.
?Blut geleckt? und auf die Beschleunigung durch massive Adrenalinausschüttung bauend, schlug ich dann heute in Mehrstetten beim 10km Lauf zu; kam diesmal als erste meiner Altergruppe ins Ziel und mit meinem ersten Pokal nach Hause.
Insgesamt betrachtet liegen meine Fortschritte eindeutig bei den Entfernungen, die ich nunmehr bewältigen kann. Die persönliche Herausforderung bestand für mich von Anfang an darin nicht aufzugeben, obwohl mir immer bewusst war, dass ich bei noch so viel Engagement und Einsatz nie vorne im Feld zu finden wäre, dies versagt mir schon mein Alter gepaart mit der relativ kurzen Trainingszeit. Nichtsdestotrotz macht mir das Laufen sehr viel Freude, ich fühle mich wohl, bleibe beweglich und werde mit Sicherheit nach dem Ulmer Halbmarathon das Laufen fortführen.
Abschließend noch einen herzlichen Dank an das Trainings-Team, die Ärzte und Mitarbeiter der Sportmedizin, Uni Ulm und insbesondere an meine Trainerin. Ohne ihre Begleitung, Aufmunterung, Tipps und Zuspruch wäre ich womöglich bald gescheitert. Herzlichen Dank Hanni!





